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Geschenke für Rumänien sorgen für bewegenden Brief

Görlitzer, vor allem Schüler, haben für Siebenbürgen Päckchen gepackt. Zurück kam ein Schreiben eines Pfarrers. Der mit der Hilfe gar nicht rechnete.

Ein Mädchen in Siebenbürgen hat ein Weihnachtsgeschenk aus Görlitz bekommen - vielleicht von einem der Schüler?
Ein Mädchen in Siebenbürgen hat ein Weihnachtsgeschenk aus Görlitz bekommen - vielleicht von einem der Schüler? ©  privat

Etwa 400 Päckchen für Kinder und 500 Lebensmittelpakete haben die Görlitzer gepackt und auf die Reise nach Rumänien geschickt, um die Menschen in Siebenbürgen zu unterstützen. Die Geschenke und Hilfsgüter nach Rumänien zu bringen, war dieses Jahr eine Herausforderung. Hat aber letztlich funktioniert - womit auch die Akteure in Rumänien nicht gerechnet hatten.

Wie der Esta-Verein, die Evangelische Stadtjugendarbeit in Görlitz, mitteilt, organisiert er seit 30 Jahren vor Weihnachten einen Hilfstransport nach Rumänien. "Mit einer Gruppe Freiwilliger werden Geschenkpäckchen für Kinder, Lebensmittel für Bedürftige und medizinische Hilfsmittel an soziale Einrichtungen und Kirchgemeinden in Siebenbürgen übergeben und die Projekte vor Ort besucht", erklärt Ulrike Naumann vom "Freundeskreis Rumänien" des Esta-Vereins. Dieses Jahr aber sei bereits im Sommer klar geworden, dass ein Besuch vor Ort nicht möglich, "die Hilfe aber genauso, wenn nicht noch notwendiger als in vergangenen Jahren sein würde", so Ulrike Naumann.

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Das Auto der Hoffnung, wie Ulrike Naumann sagt. Eine kleine Spedition, die ohnehin nach Rumänien musste, packte die Päckchen und Hilfsgüter mit ein.
Das Auto der Hoffnung, wie Ulrike Naumann sagt. Eine kleine Spedition, die ohnehin nach Rumänien musste, packte die Päckchen und Hilfsgüter mit ein. ©  privat

Der Esta-Verein suchte nach anderen Möglichkeiten, startete zunächst einen Spendenaufruf. an acht Schulen in Görlitz und Umland wurden päckchen gepackt, viele Menschen beteiligten sich auch mit Geldspenden. "Schließlich fand sich auch eine Lösung für den Transport", erzählt Ulrike Naumann. "Eine kleine Spedition aus Rumänien war bereit, unsere Pakete auf dem Rückweg von Auftragsfahrten zu transportieren." Am zweiten Advent waren alle Päckchen und Hilfsmittel in Rumänien - insgesamt acht Tonnen.

Zurück kam unter anderem ein bewegender Brief. Von einem Pfarrer, der dieser Tage die Pakete in seiner Gemeinde an bedürftige Menschen verteilt. Das tun zu können - damit habe er dieses Jahr nicht gerechnet: „In diesem unsicheren Jahr hatten wir auf die Görlitzer Pakete schon verzichtet", schreibt er. Auch im Dorf hätten die Menschen gesagt: In diesem Jahr sicher nicht. "Und dann haben wir gehört: trotzdem", schreibt der Pfarrer. "Das ist bewegend. Im Dorf wissen schon alle: Die Pakete - ganz normal in dieser unnormalen Zeit - kommen an. Die Liebe ist nicht in Quarantäne gesetzt.“

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