merken
PLUS Görlitz

Ausflugsschiffe auf dem Berzi: Görlitz will den Kompromiss

Damit endlich mehr auf dem Berzdorfer See möglich wird, sollen die Stadträte dem Entwurf der Landesdirektion zustimmen.

Zahlreiche Kitesurfer sind an besonders windigen Tagen auf dem Berzdorfer See zu beobachten, obwohl das nicht erlaubt ist.
Zahlreiche Kitesurfer sind an besonders windigen Tagen auf dem Berzdorfer See zu beobachten, obwohl das nicht erlaubt ist. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Fährt 2022 endlich ein Fahrgastschiff auf dem Berzdorfer See? Was schon lange währt, soll bald ein gutes Ende haben. Denn obwohl der Bergbausanierer LMBV den See noch immer nicht dem Freistaat übergeben hat, weil eben noch Restarbeiten durchzuführen sind, hat die Landesdirektion jetzt einen Entwurf erarbeitet, der die Schiffbarkeit auf dem See ermöglichen könnte. Dann wäre er bis auf wenige Ausnahmen für alle Wasserfahrzeuge freigegeben, inklusive Fahrgastschiffen.

Zu den Ausnahmen zählen aus Sicherheitsgründen unter anderem Kites und Jetski. Kitesurfer sind an sehr windigen Tagen viele auf dem See zu beobachten, erlaubt ist das aber nicht - die Gefahr durch nahe Stromleitungen, in denen sie sich verfangen könnten und auch schon mehrfach haben, ist zu hoch.

Küchen-Profi-Center Hülsbusch
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!

Schon Goethe wusste: Essen soll zuerst das Auge erfassen und dann den Magen. Das gelingt besonders gut in einer schicken neuen Küche. Jetzt zum Küchen-Profi-Center Hülsbusch und sich beraten lassen.

Der Stadtrat soll am Donnerstag nun einen Beschluss fassen - hier geht es allerdings zunächst um eine Stellungnahme zum Papier der Landesdirektion. Diese wird auch von allen möglichen anderen Beteiligten eingefordert, so auch von Naturschützern. Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu hofft sehr auf eine baldige Genehmigung. „Es gibt Gutachten zum Naturschutz, wenn wir aber nicht bald die Schiffbarkeit des Sees haben, dann verfallen diese und müssen neu angefertigt werden.“ Die weitere Verzögerung soll unbedingt vermieden werden.

Das Papier der Landesdirektion sei zwar aus Görlitzer Sicht ein Kompromiss, aber im Wesentlichen entspreche der Inhalt den Görlitzer Vorstellungen. Zwei Bereiche des Sees sollen ausgenommen werden, weil sie besonders schutzwürdig seien: einmal im Südwesten unterhalb der Rutschung P und einmal im nordwestlichen Teil des Sees. „Wir würden es sehr gern sehen, wenn es 2022 mit der Schiffbarkeit soweit wäre“, sagt OB Ursu.

Alle Wasserfahrzeuge, die bereits auf dem See verkehren - nur Boote ohne Motor - fallen unter die Mastergenehmigung, die zwischen LMBV und Stadt besteht und die bis zur endgültigen Schiffbarkeit gelten soll.

Mehr zum Thema Görlitz