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Kreis Görlitz: Gesundheitsamt mit 14 neuen Stellen

Der Bund gibt Geld, um die Gesundheitsämter besser gegen die Pandemie zu rüsten. Im Landkreis sind bislang zwei dieser Stellen ausgeschrieben.

Von Daniela Pfeiffer
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Das Gesundheitsamt auf der Reichertstraße in Görlitz.
Das Gesundheitsamt auf der Reichertstraße in Görlitz. © Nikolai Schmidt

Bis Ende 2023 sollen im Landkreis Görlitz 14 neue Stellen für das Gesundheitsamt geschaffen und besetzt werden. Aktuell sind zwei bereits ausgeschrieben. Hier werden sogenannte Gesundheitsaufseher gesucht, wie der Landkreis auf SZ-Nachfrage mitteilt. Sie sollen unter anderem die Erfassung und Überwachung von Infektionskrankheiten übernehmen, Kontaktpersonen ermitteln oder Quarantäne anordnen. Zwei aktuell ausgeschriebene Arztstellen gehören nicht zu den 14 Stellen.

Die Stellenoffensive geht auf eine Initiative des Bundes zurück. Er stellt über den »Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst« Gelder für die Schaffung von neuen, unbefristeten Vollzeitstellen für Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) zur Verfügung - insgesamt 5.000 Stellen bundesweit. Davon sollen 90 Prozent in den Gesundheitsämtern entstehen, heißt es in einer Mitteilung des Sächsischen Sozialministeriums.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (2. v. l.) besuchte zusammen mit Landrat Bernd Lange im Oktober 2020 das Gesundheitsamt in Görlitz.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (2. v. l.) besuchte zusammen mit Landrat Bernd Lange im Oktober 2020 das Gesundheitsamt in Görlitz. © Nikolai Schmidt

Auf Sachsen entfallen demnach 250 neue unbefristete Vollzeitstellen, davon 226 in den Gesundheitsämtern. Auf Landesebene werden 24 neue Stellen geschaffen. 87 neue Stellen wurden sachsenweit in Gesundheitsämtern bereits besetzt.

Gesundheitsministerin Petra Köpping: "Es wird nicht mehr nur darüber geredet, dass die Gesundheitsämter personell unterstützt werden müssen. Nein, jetzt wird wirklich gehandelt. Die neu geschaffenen Stellen verbessern die Aufgabenerfüllung in den Gesundheitsämtern, die Zulagen für ärztliches Personal sollen die Attraktivität der Arbeit in einem Gesundheitsamt erhöhen."

Sachsen hat den Kreisen und kreisfreien Städten dafür im Dezember 5,24 Millionen Euro zugewiesen. Damit soll gleichzeitig eine bessere Bezahlung des öffentlichen Gesundheitsdienstes und insbesondere die Bereitschaft kommunaler Arbeitgeber zur höheren Vergütung des ärztlichen Personals erreicht und ärztliche Mitarbeiter so leichter gefunden werden. In der Vergangenheit konnten immer wieder ausgeschriebene Ärztestellen nicht mit Medizinern besetzt werden.

Im Landkreis Görlitz werden die zwölf weiteren Stellen später ausgeschrieben. Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales soll dazu zum gegebenen Zeitpunkt berichtet werden.