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Grüne kommen mit striktem Baumschutz nicht durch

Bäume sollen in Görlitz künftig besser geschützt werden. Darin sind sich alle im Stadtrat einig. Aber den Weg der Grünen will die Mehrheit nicht gehen.

Bäume, wie hier am Neißeufer, sollen in Görlitz noch besser geschützt werden.
Bäume, wie hier am Neißeufer, sollen in Görlitz noch besser geschützt werden. © André Schulze

Unter einem guten Stern stand die Baumschutz-Vorlage der Grünen von Anfang an nicht gerade.

Jana Krauß von den Görlitzer Grünen wollte strengere Fällvorgaben, weil die Grünen den Eindruck haben, dass in den vergangenen Jahren Bäume im Stadtgebiet zu leicht umgesägt werden durften. Dazu hatte sie einen umfangreichen Vorschlag ausgearbeitet, über den der Stadtrat am Donnerstag abstimmen sollte. Allerdings arbeitet die Stadtverwaltung parallel schon am selben Thema - auch aufgrund einer neuen Landesverordnung, die den Kommunen hier mehr Spielraum lässt.

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Bauamtsleiter Torsten Tschage bestätigte, dass sein Amt dran sei. "Wir müssen reagieren, vielleicht sogar über neue Baumsorten nachdenken, wegen der erheblichen Trockenheit." Denn die ist es, die in den vergangenen Jahren das Baumbild der Stadt schon sehr verändert hat, viele Bäume halten den Klimaveränderungen nicht stand. Die neue Satzung soll spätestens im Herbst vor der nächsten Fällsaison verabschiedet werden.

Von den Stadtratskollegen bekam Krauß' Vorschlag kaum Zustimmung. "Wir sollten uns an der Satzung der Verwaltung orientieren, der Vorschlag der Grünen ist zu speziell und nicht realistisch", sagte etwa Karsten Günther-Töpert von der Bürgerfraktion, wollten die Grünen doch selbst Bäume mit 20 Zentimeter Durchmesser schützen.

Sebastian Wippel (AfD) bezeichnete den Vorschlag von Jana Krauß gar als "untauglich und nicht nötig". Letztlich trat die Grüne selbst auf die Bremse. "Es war klar, dass hier keine Begeisterung ausbrechen würde", sagte sie. "Aber ich bin froh, dass die Verwaltung das Thema ernst nimmt und kann deshalb den Antrag beruhigt zurücknehmen."

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