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In Rekordzeit: Defekter Fiat nach acht Minuten aus A-4-Tunnel geborgen

Wegen eines liegengebliebenen Autos musste der Tunnel Königshainer Berge gesperrt werden. In Görlitz sind wieder Schmierer unterwegs.

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Symbolfoto
Symbolfoto © Jens Büttner/dpa

Am Dienstagnachmittag ist ein polnischer Transporter Fiat Ducato wegen eines technischen Defektes im Tunnel Königshainer Berge in Richtung Görlitz liegengeblieben. Das führte um 17.50 Uhr zu einer Sperrung des Tunnels. Das teilt am Mittwoch eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz mit. Polizisten in zwei Streifenwagen der Autobahnpolizei und Mitarbeiter der Werkfeuerwehr waren rasch vor Ort und konnten das Fahrzeug in eine Nische und anschließend in die wegen Bauarbeiten gesperrte Röhre des Autobahntunnels schieben. Da an dem defekten Fahrzeug die Abschleppöse fehlte, musste ein Abschleppunternehmen das Fahrzeug aufladen. Die Sperrung konnte bereits acht Minuten später aufgehoben werden.

Trucker fährt mit Sprengstoff durch den A-4-Tunnel

Zum wiederholten Male haben Beamte des Autobahnpolizeireviers am Dienstagnachmittag insgesamt drei Lkw mit gefährlichen Gütern bei der Durchfahrt des Tunnels Königshainer Berge erwischt. Ein Lkw-Fahrer hatte besonders gefährliche Ladung und war mit Sprengstoff unterwegs. Die drei Männer im Alter von 44, 53 und 58 Jahren fuhren trotz des Verbotes durch das Zeichen 261 mit ihren Sattelzügen hindurch. Die Beamten hielten die Fahrer an, belehrten sie und erstatteten Anzeige. Die Bescheide über die 100 Euro und den einen Punkt in Flensburg werden per Post an die Fahrer geschickt.

Riesen-Schrift und Symbole sind Fall für Staatsschutz

Unbekannte haben in den vergangenen Tagen einen geteerten Gehweg im Brautwiesenpark an der Bahnhofstraße in Görlitz beschmiert. Mit roter Farbe brachten sie diverse Schriftzüge in polnischer Sprache und ein verfassungsfeindliches Kennzeichen auf. Darüber informiert eine Görlitzer Polizeisprecherin. Die Schmierereien ließen sich nicht ohne weiteres beseitigen und hatten eine Gesamtgröße von etwa zwei mal acht Metern. Der Gesamtsachschaden betrug ungefähr 500 Euro. Von Mitarbeitern der Stadtverwaltung Görlitz wurde die Reinigung des Gehweges veranlasst. Der Staatsschutz ermittelt. (aw)

15-Jähriger hat Moped frisiert - und fliegt bei Unfall auf

Ein Unfall eines Kleinkraftrad-Fahrers hat am Dienstagnachmittag an der Bahnhofstraße in Görlitz mehrere Verstöße aufgedeckt. Ein 15-jähriger Moped-Lenker kam um 15 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache allein zu Fall. Er verletzte sich leicht. Am Moped entstand ein Sachschaden in Höhe von 50 Euro. Beamte des Einsatzzuges nahmen den Verkehrsunfall auf. Bei der genaueren Kontrolle des Kleinkraftrades stellten die Uniformierten eine Leistungssteigerung fest. Somit reichte die vorhandene Führerscheinklasse AM nicht mehr aus. Eine Anzeige wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis folgte. Außerdem untersagten die Polizisten dem 15-Jährigen die Weiterfahrt.

Verurteilte zahlen Strafen und reisen weiter

Offene Geldstrafen sorgten am Dienstagabend bei zwei polnischen Bürgern (32, 47 Jahre), die über die Görlitzer Stadtbrücke beziehungsweise über die Autobahn nach Deutschland einreisten, für kurze Reiseunterbrechungen. Bei der Überprüfung ihrer Personalien hatten Bundespolizisten festgestellt, dass jeweils ein Haftbefehl vorlag. Im Falle des 32-Jährigen hatte die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach den Haftbefehl ausgestellt, weil dieser auf einen gerichtlichen Strafbefehl wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung in Tateinheit mit vorsätzlichem Fahren ohne Fahrerlaubnis bislang nicht reagierte und 1.020 Euro nicht bezahlte. Im Falle des 47-Jährigen war es die Staatsanwaltschaft Düsseldorf, die den Haftbefehl ausgestellt hatte. Diesem lag eine Verurteilung durch das Amtsgericht Neuss wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr zugrunde. Der Verurteilte musste 800 Euro zahlen. Beide Polen zahlten unmittelbar nach ihrer Festnahme die Geldstrafen und reisten weiter.

Zwölf Flüchtlinge werden nach Polen zurückgeschickt

Am Dienstag sind durch die Bundespolizisten insgesamt zwölf Flüchtlinge aus Afghanistan (Männer im Alter von 19 bis 28 Jahren) aufgegriffen worden. Die Aufgriffe, denen zum Teil Hinweise aus der Bevölkerung vorausgingen, erfolgten fast genau im Zweistundentakt in der Zeit von 9 Uhr bis 16 Uhr. Nachweislich gelangten die betreffenden Personen in der Ortslage Deschka (Gemeinde Neißeaue) und in Görlitz über den Grenzfluss Neiße ins Bundesgebiet. In allen zwölf Fällen erfolgte eine Zurückweisung nach Polen, so Michael Engler, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf. Am Mittwoch gegen 2 Uhr wurden vier Afghanen im Alter von 21, 21, 23 und 28 Jahren auf der Zufahrt zur Bundespolizei-Dienststelle festgestellt worden. Das Quartett befindet sich derzeit noch im Polizeigewahrsam.

Polizeibekannter Mann bedroht Menschen mit Messer

Nach Ankunft eines Regionalexpresses Dienstagnachmittag in Görlitz trat ein 41-Jähriger unmittelbar nach dem Ausstieg aus dem Zug gegen das Fahrrad einer Reisenden. Zwei Zeugen forderten den Mann auf, dies zu unterlassen. Daraufhin bedrohte der Mann die beiden Zeugen mit einem Messer. Die Bedrohten machten Einsatzkräfte der Bundespolizei, die zu diesem Zeitpunkt im Bahnhof auf Streife waren, auf die Situation aufmerksam und schilderten den Vorfall. Die Beamten kontrollierten den Mann, beschlagnahmten das zuvor von ihm genutzte Butterflymesser. Zudem fanden sie bei dem der Polizei hinreichend bekannten Görlitzer außerdem ein verbotenes Klappmesser sowie zwei gefälschte Banknoten. Das zweite Messer als auch das Falschgeld wurden gleichfalls beschlagnahmt. Das teilt ein Sprecher der Bundespolizei in Ludwigsdorf mit. Neben den bereits laufenden Ermittlungen wegen verschiedener anderer Delikte hat die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf nun weitere Strafverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung, des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie des Verdachts des Inverkehrbringens von Falschgeld eingeleitet.