Görlitz
Merken

Poller am Berzi weg: Hafen-Betreiber wendet sich an mutmaßlichen Dieb

Es hört sich nach einer Lappalie an: Am Berzdorfer See ist ein Poller verschwunden. Kommwohnen will ihn zurück - aus bestimmten Gründen.

Von Susanne Sodan
 2 Min.
Teilen
Folgen
Erst Gymnasiasten, dann Vereine traten beim Rudern gegeneinander an. Eine erfolgreiche Veranstaltung - aber mit Nachgeschmack.
Erst Gymnasiasten, dann Vereine traten beim Rudern gegeneinander an. Eine erfolgreiche Veranstaltung - aber mit Nachgeschmack. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Vermutlich bei den Ruderwettkämpfen vor knapp zwei Wochen ist am Berzdorfer See ein Poller gestohlen worden. Er stand an einer Zufahrt zum Hafen Tauchritz, den der Görlitzer Großvermieter Kommwohnen betreibt. Kommwohnen setzt den Verantwortlichen für das Verschwinden ein Ultimatum.

Frage der Sicherheit

Insgesamt stehen an der Zufahrt fünf Poller in einer Reihe, den fehlenden hat Kommwohnen zwar provisorisch ersetzt, hätte aber dennoch gerne das Original zurück. Für die Sicherheit am Berzdorfer See, teilt das Unternehmen mit. Auch die Feuerwehr hätte den Poller gerne zurück: Die Absperrung an dieser Zufahrt steht, damit im Notfall Rettungskräfte schnell Zugang haben, und nicht von ungünstig geparkten Fahrzeugen behindert werden, erklärt die Görlitzer Feuerwehrchefin Anja Weigel, Einsatzkräfte können die Poller an der Zufahrt schnell entfernen und ins Hafengelände fahren.

Bis zum Wochenende gibt Kommwohnen den mutmaßlichen Dieben Zeit, den Poller zurückzubringen. Damit sei die Sache erledigt. "Passiert das nicht, werden wir in der kommenden Woche bei der Polizei Anzeige erstatten." Kommwohnen bittet außerdem Hafen-Besucher um mögliche Hinweise.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Mehrere Notfälle am See dieses Jahr

Offenbar ist dieser Vorfall nicht der erste ärgerliche an der Hafen-Zufahrt. Kommwohnen teilt auch mit, dass man auf die Absperrung nicht einfach verzichten könne: Immer wieder sei es vorgekommen, "dass im Hafengelände weder rücksichtsvoll genug gefahren noch geparkt wird, als dass Rettungswege immer frei wären und niemand gefährdet würde."

Mehrfach mussten in dieser Saison Feuerwehr, DLRG und andere Rettungskräfte zum Berzdorfer See ausrücken. Etwa, als vor zwei Wochen ein Mann am Hafenstrand seinem Hund hinterher schwamm und in Not geriet. Es ging glimpflich aus, Segler des Segelstützpunktes Blaue Lagune eilten dem Mann zu Hilfe. Jede Hilfe zu spät kam für einen 21-jährigen Mann, der Anfang Juni bei einem Badeunfall an der Blauen Lagune starb.