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Görlitz: Radiosender starten bundesweite Kampagne

Drei Radiokanäle schüren deutschlandweit mit einem Spot die Neugier auf Görlitz. Die Reichweite ist enorm, die Kosten für die Stadt sind es nicht.

Blick über die Görlitzer Altstadt. Vom begehbaren Rathausturm aus bieten sich weitere, ausgezeichnete Fotomotive.
Blick über die Görlitzer Altstadt. Vom begehbaren Rathausturm aus bieten sich weitere, ausgezeichnete Fotomotive. © freier Fotograf

Die Stimme ist ruhig, warm und angenehm. Emanuel Zimmermann lädt ein, einen neuen Lieblingsort zu finden, eine Brücke zu sich selbst zu schlagen und schließlich Görlitzer zu werden. Das ist die Botschaft eines neuen Werbespots, der seit Donnerstagmittag deutschlandweit im Radio zu hören ist.

Emanuel Zimmermann ist ein gefragter deutscher Werbesprecher, dessen Gesicht kaum jemand kennt, dessen Stimme aber wohl schon Millionen Hörern im Gedächtnis ist.

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Millionen Hörer für Görlitz

Auf weitere Millionen Hörer setzt der neue Radio-Spot über Görlitz. Die Chancen stehen gut. Denn die Radio-Kampagne wird in den vom Radio-Vermarkter Raudio.biz betreuten Hörfunkprogrammen Femotion Radio, Sportradio Deutschland und dpd Drivers Radio über DAB+ ausgestrahlt.

Die Reichweite dieser nationalen Kanäle umfasst 67 Millionen Hörer. Zumindest einen kleinen Teil davon will die Radio-Kampagne überzeugen, Neu-Görlitzer oder Rückkehrer zu werden.

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (links) und Ronny Schulz, Programmchef von dpd Driver's Radio freuen sich über den Start der Radio-Kampagne.
Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (links) und Ronny Schulz, Programmchef von dpd Driver's Radio freuen sich über den Start der Radio-Kampagne. © Martin Schneider

Kampagne ist eine Riesenchance für beide Partner

Mit diesem Spot lassen sich sowohl die jungen Sender als auch die Stadt Görlitz auf ein Experiment ein. "Es ist die erste Stadtmarketing-Kampagne, die wir durchführen und auf gleich drei nationalen Kanälen ausspielen", erklärt Ronny Schulz, Programmleiter bei dpd Drivers Radio.

Für beide - die Radiomacher und die Stadt Görlitz - ist die Kampagne eine Riesenchance, betont Schulz. Einerseits zielen die Radioleute auf mehr Hörer ab, andererseits wolle man auch neue Werbekunden gewinnen. Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) hingegen sieht den Gewinn für die Stadt in noch höherer Bekanntheit und daraus resultierendem Zuzug von jungen Menschen und Familien. "Gerade mit diesem jungen Medium können wir als Zielgruppe junge Menschen erreichen", benennt er einen Vorteil. Ursu habe schon vor seinem Amtsantritt verkündet, mehr für junge Menschen tun zu wollen. Die Radio-Kampagne ordnet er dieser Ansage unter und hofft darauf, dass sie viel bewirkt.

Ein Experiment, das Görlitz nichts kostet

Entstanden sind der Werbespot und die Zusammenarbeit mit den Leipziger Radioleuten durch Zufall, wie OB Ursu erklärt. Man traf sich zufällig, Ursu machte die Zusammenarbeit jedoch gleich zur Chefsache. Ronny Schulz kannte das positive Image von Görlitz, obwohl er am vergangenen Donnerstag erstmals in der Neißestadt weilte. "Meine Begeisterung für die Stadt ist nur noch gewachsen", erklärt er, nachdem er die Altstadt erkundet hatte. Dass der Landstrich hier nach der Bundestagswahl von einem Drittel der Wähler einen blauen Anstrich verpasst bekam, das ahnte er nicht, als der Radio-Spot vereinbart wurde. Jetzt könne es allerdings erst recht nicht schaden, offensiv für Görlitz zu werben, sind sich Schulz und Ursu einig.

Wie dieses gemeinsame Experiment ausgeht, ist offen. Dass es für beide ein Gewinn wird, stehe jedoch schon fest. Dabei muss die Stadt Görlitz für eine Werbeleistung im Wert von mehreren 100.000 Euro nichts bezahlen. "Es ist ein Experiment, von dem wir beide profitieren und vor allem lernen können", sind sich Schulz und Ursu einig.

Menschen, die noch nicht über DAB+ Radio hören, können den Radio-Spot auch über die Homepage der Stadt Görlitz anhören. Wer allerdings schon jetzt Neu-Görlitzer oder Rückkehrer werden möchte, findet dafür viele Informationen auf der Görlitzer Stadtseite.

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