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Fußballspiel der Görlitzer Gymnasien endet mit Eklat

Für einen guten Zweck traten die Schüler gegen das runde Leder. Mit den Erlösen wollten sie ihre Abi-Feier finanzieren. Doch dann sorgten Leuchtfeuer für Spielabbruch.

Da herrschte im Stadion der Freundschaft noch Freundschaft: Die Mannschaftskapitäne Richard Geidel (li.) vom Joliot-Curie-Gymnasium und Alexander Kania vom Augustum-Annen-Gymnasium gaben sich vor dem Anpfiff die Hände.
Da herrschte im Stadion der Freundschaft noch Freundschaft: Die Mannschaftskapitäne Richard Geidel (li.) vom Joliot-Curie-Gymnasium und Alexander Kania vom Augustum-Annen-Gymnasium gaben sich vor dem Anpfiff die Hände. © Martin Schneider

Am Freitagabend standen sich im Stadion der Freundschaft Schüler des Augustum-Annen-Gymnasiums und des Joliot-Curie-Gymnasiums gegenüber. Sie spielten Fußball, um Geld für ihre Abibälle nächstes Jahr zu sammeln.

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"Aufgrund eines Problems musste das Spiel leider vorzeitig abgebrochen werden", erklärt eine Mitorganisatorin, ohne aber zunächst den Grund gegenüber der SZ zu nennen. Spielstand zu dem Zeitpunkt war 5:3 für das Augustum-Annen-Gymnasium. Die schöne Seite des Abends: Der Eintritt kostete einen Euro - "alles in allem konnten wir einen Umsatz von 2.000 Euro erzielen und sind damit sehr glücklich." Das Geld wird zwischen den Abschlussjahrgängen beider Schulen aufgeteilt. Der Gewinner erhält 65 Prozent der Summe.

Am Montag wurde der Grund dann bekannt, warum das Spiel abgebrochen wurde. An den Schulen ist es das Gesprächsthema. So sollen Jugendliche auf der Tartanbahn im Stadion Leuchtfeuer gezündet haben. Was wegen der Funken nicht gut ist für die Bahn - vor allem aber habe es für große Unruhe gesorgt, schildert die Mitorganisatorin.

"Es wurde noch eine Weile weitergespielt, aber das hat für eine solche Unruhe gesorgt." Der Schiedsrichter, auch ein Schüler, habe das Spiel dann beendet. In einer früheren Version des Beitrags hatte die SZ geschrieben, dass Schüler beider Gymnasien sich vom Spielfeldrand aus mit Böllern bewarfen. Das stimme nicht, stellt die Zwölftklässlerin klar.

Es seien auch keine Schüler von einem der beiden Gymnsien gewesen, die das Spiel durch die Leuchtfeuer störten. Laut der Mitorganisatorin seien es ehemalige Schüler einer anderen Görlitzer Schule gewesen. "Alle von unseren Schulen wissen, wie viel uns das Spiel für unsere Abibälle bedeutet." Sie sei traurig, wie nun aber die Gymnasien dastünden.

Eine große Mühe habe in der Organisation gesteckt. Wiederholt, wie es zunächst hieß, wird das Spiel nicht. "Beide Schulen haben sich damit einverstanden erklärt, den Spielstand bei Abbruch als Ergebnis zu werten."

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