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Görlitzer Kippensammlerin wird Vorbild

Dresdener Umweltschützer appellieren an Raucher, ihre Kippen nicht wegzuwerfen. Ein Görlitzer SZ-Beitrag soll dabei helfen.

Inge Müller sammelt an einer Bushaltestelle in Görlitz Zigarettenstummel vom Gehweg auf. Das finden auch Dresdner cool.
Inge Müller sammelt an einer Bushaltestelle in Görlitz Zigarettenstummel vom Gehweg auf. Das finden auch Dresdner cool. © Martin Schneider

Die Görlitzerin Inge Müller bekommt ein Dankeschön aus Dresden. Sie und einige Menschen aus der Landeshauptstadt verbindet eine Leidenschaft: die gegen weggeworfene Zigarettenkippen.

SZ und sächsische .de hatten vor Kurzem berichtet, wie Inge Müller mehrmals in der Woche in ihrem Wohnumfeld achtlos weggeworfene Kippen einsammelt und entsorgt. Es stört die 82-Jährige, dass Raucher so sorglos mit der Umwelt umgehen, denn eine weggeworfene Kippe kann etwa 40 Liter Grundwasser verseuchen. Dagegen unternimmt die Görlitzerin etwas.

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Raucher anzusprechen, fällt nicht leicht

In Dresden begrüßt eine Gruppe Ehrenamtlicher das Tun von Frau Müller. "Sie bückt sich nach jeder Kippe! Chapeau!" sagt Gloria Ziller aus Dresden. Sie selbst und ihre Gruppe sind ehrenamtliche Helfer in den Öffnungszeiten des "DenkRaum Sophienkirche". "Wenn es die Besucherzahl zulässt, beobachten wir die Raucherpause machenden Menschen in unserem direkten Umfeld dieses wunderschönen, außergewöhnlichen Denkmals", berichtet Gloria Ziller und erzählt, wie die Gruppe mithilfe dieses Artikels einen etwas anderen Weg, die Natur und Menschen zu schützen, beschreitet. "Wir sprechen die Raucher an, was uns nicht leicht fällt, denn wir kennen sie und ihre Reaktion nicht, und überreichen ihnen den Artikel über Frau Müller - in der Hoffnung, er regt zum Nachdenken an."

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