Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Görlitz
Merken

Görlitzer Stadtoberhäupter auf Besuch in Wiesbaden

Görlitz und Wiesbaden sind Partnerstädte. Sie haben auch manche Ähnlichkeiten wie etwa die Stadthalle und das Rhein-Main-Congresscenter.

Von Susanne Sodan
 2 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Eva Wittig, Octavian Ursu, Henning Wossidlo, Benedikt Hummel und Frank Seibel im Wiesbadener Congresscenter - ein Vorbild für die Stadthalle Görlitz.
Eva Wittig, Octavian Ursu, Henning Wossidlo, Benedikt Hummel und Frank Seibel im Wiesbadener Congresscenter - ein Vorbild für die Stadthalle Görlitz. © Stadt Görlitz

Ende voriger Woche waren der Oberbürgermeister Octavian Ursu, Bürgermeister Benedikt M. Hummel, Eva Wittig, Geschäftsführerin der Europastadt Görlitz/Zgorzelec (EGZ) sowie Frank Seibel, Spielstättenleiter des Görlitzer Kulturservice in Wiesbaden. Sie wurden von dem dortigen Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende zu einer Podiumsdiskussion unter dem Motto: "25 Jahre Europastadt Görlitz - Was kann die Europastadt Wiesbaden davon lernen?" eingeladen.

Am 13. Mai wird in Görlitz und Zgorzelec das 25-jährige Europastadt-Jubiläum gefeiert. Wiesbaden liegt zwar nicht direkt an der Grenze zu Luxemburg, darf sich seit zwei Jahren aber dennoch, ob seiner Bemühungen für eine friedliche Entwicklung Europas, Europastadt nennen. Um dazu beizutragen, wurden direkt nach der politischen Wende Wiesbaden und Görlitz Partnerstädte.

Görlitzer trafen Stadthallen-Experten

Den Besuch in Wiesbaden habe man für weitere Besuche genutzt, teilt die Stadtverwaltung mit. So informierten die Görlitzer sich zum Betrieb des Rhein-Main-Congresscenters (RMCC), das 2018 eröffnet wurde. Der ehemalige Baubetriebsleiter Henning Wossidlo zeigte in den Räumen, welche Anforderungen beim Bau eines Veranstaltungsgebäudes nötig sind.

Das dürfte die Görlitzer Stadtoberhäupter freilich interessieren. Bevor Benedikt Hummel voriges Jahr Bürgermister von Görlitz wurde, leitete er gemeinsam mit Maria Schulz den Kulturservice, der wiederum von der Stadt Görlitz damit beauftragt ist, die Sanierung der Stadthalle Görlitz zu begleiten. Der Kulturservice soll zudem später der Betreiber der Stadthalle sein. Für die Pläne holte sich der Kulturservice Hilfe aus Wiesbaden, durch Henning Wossidlo, dessen Aufgabe es war, die Planung so zu überarbeiten, dass ein optimal bespielbares Haus errichtet wird. Bis 2026 soll die Stadthalle Görlitz wiedereröffnet werden. Darum gibt es seit Jahren Auseinandersetzungen. Während die einen für die Stadthalle plädieren, weil es sonst kaum Räume für große Veranstaltungen in der Stadt gibt und sie auch zur Identität von Görlitz gehöre, fragen sich andere, wie der Betrieb in weiterer Zukunft finanziert werden soll.

"Ich freue mich, dass der Besuch in Wiesbaden, der wegen der Corona-Pandemie lange Zeit nicht stattfinden konnte, nun möglich war", so Octavian Ursu. "Städtepartnerschaften und damit verbundener Austausch und Zusammenarbeit leben von persönlichen Begegnungen." Die Partnerschaft mit Wiesbaden sieht er auf festem Fundament, das von Bürgern, Unternehmern und Vertretern der Stadtpolitik gepflegt werden. "Darauf wollen wir aufbauen und zukünftig noch enger zusammenarbeiten."