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Grenzkontrollen an der A4 bei Görlitz: Einhandmesser, Pfefferspray, Europäischer Haftbefehl

Eigentlich waren die Kontrollen wegen der irregulären Migration eingeführt worden. Doch immer öfter geht es um ganz andere Dinge.

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Die Grenzkontrollen decken viele Straftaten auf.
Die Grenzkontrollen decken viele Straftaten auf. © Symbolfoto: dpa/Daniel Karmann

Gleich fünf Messer stellte die Bundespolizei bei Kontrollen auf der A4 binnen 24 Stunden sicher. Das teilte eine Sprecherin am Montag mit. So fanden die Beamten bei einem 25-jährigen Syrer, bei einem 39-jährigen Georgier, einem 60-jährigen Ukrainer und einem 32-jährigen Polen bei der Kontrolle ihrer Fahrzeuge am Sonntag und Montag jeweils ein Einhandmesser.

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Zwei weitere Männer aus Polen wurden auf dem Autobahnrastplatz An der Neiße mit verbotenem Pfefferspray im Rucksack sowie einem Reizstoffsprühgerät im Auto erwischt. Die Polizisten zogen die Waffen ein, alle sieben Männer müssen nun mit Post von der Staatsanwaltschaft und dem Ordnungsamt rechnen, haben sie doch gegen das Waffengesetz verstoßen.

Bundespolizei treibt Schulden für die Staatskasse ein

Die Grenzkontrollen der Bundespolizei im Kreis Görlitz haben über das Wochenende hinweg auch die Staatskasse wieder kräftig gefüllt. Insgesamt konnten die Polizisten von verurteilten Personen Schulden von knapp 4.000 Euro eintreiben, die höchste Einzelsumme betrug über 1.800 Euro. Die Geldstrafen hatten deutsche Gerichte wegen diverser Vergehen gegen einen Bürger aus Kosovo, Belarus, der Ukraine, Georgien und Polen ausgesprochen sowie gegen eine Frau aus dem Kreis Meißen.

Ein 41-jähriger Pole war aber nicht in der Lage, die ausstehenden 3.652 Euro zu zahlen. Diese Strafe hatte das Amtsgericht Hof wegen Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz festgesetzt. Da er die Summe nicht überwiesen hatte, war er mit Haftbefehl gesucht worden. Jetzt verbüßt er eine Ersatzfreiheitsstrafe.

Ebenfalls mit Haftbefehl wurde eine 56-jährige Polin gesucht wegen der mehrfachen Fälschung von Dokumenten - das Auslieferungsersuchen kam von Polen selbst. Die Frau saß am Freitag in einem polnischen Kleinbus, der in Richtung Werra-Meißner-Kreis (Hessen) fahren wollte. Inzwischen wartet die Frau in einer Justizvollzugsanstalt auf ihre Auslieferung nach Polen.