Görlitz
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Gute Stimmung trotz Fachkräftemangel

Das ist das Ergebnis einer Unternehmensbefragung von Kreis und Jobcenter. Geantwortet hat allerdings nur ein Bruchteil der befragten Firmen.

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Fachkräfte werden auch auf dem Bau gesucht.
Fachkräfte werden auch auf dem Bau gesucht. © Julian Stratenschulte/dpa / Symbolbild

Die Unternehmen im Landkreis Görlitz fühlen sich überwiegend wohl. Insgesamt bewerten sie den Wirtschaftsstandort mit einer Durchschnittsnote von 2,6. So lautet das Ergebnis der Unternehmensbefragung, die die Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz (Eno) im Auftrag des Landkreises Görlitz und des Jobcenters vorgenommen hat. Die Zufriedenheit hat sich damit gegenüber den Werten von 2018 (2,67) leicht verbessert, teilt Eno-Sprecherin Jasna Zajcek mit.

91 Prozent der Unternehmen, die an der Befragung im Frühjahr 2022 teilgenommen haben, beantworten die Frage, ob sie den Standort weiterempfehlen würden, mit einem klaren „Ja“ (46 Prozent), dicht gefolgt von „Ja, mit Einschränkungen“ (45 Prozent). "Im Vergleich zur Unternehmensbefragung von 2018, in der 84 Prozent der befragten Unternehmer eine Ansiedelung bei uns im Landkreis empfohlen haben, ist das ein positiver Zuwachs von 7 Prozent", erklärt Zajcek.

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Unter den Unternehmern, die den Standort mit Einschränkungen empfehlen, kritisieren die meisten vor allem die Verkehrs-Infrastruktur. Auch der Fachkräftemangel beschäftigt sie. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer hat alle Ausbildungsplätze mit Fachkräften besetzt - im Jahr 2018 waren es noch 67 Prozent. Als häufigste Gründe wurden genannt, dass keine beziehungsweise keine geeigneten Bewerbungen vorlagen.

Etwas weniger als ein Viertel der befragten Unternehmen plant eine Vergrößerung ihrer Gewerbefläche in den nächsten fünf Jahren. Rund die Hälfte gab an, dass sie im Falle einer Expansion ausreichende Gewerbeflächen am jetzigen Standort vorfinden werden. Deutlich verbessert hat sich die Zufriedenheit der Befragten mit dem Ansehen des Landkreises Görlitz: Die allermeisten der Befragten sind zufrieden bis glücklich damit. Vor vier Jahren wünschten sich knapp die Hälfte der befragten Unternehmen mehr Imagewerbung für den Landkreis als Wirtschaftsstandort.

Neben positiven Aussagen zum Wirtschaftsstandort lassen sich auch Wünsche der Unternehmer für die zukünftige Entwicklung des Kreises herauslesen, meint Zajcek. So wünschen 14 Prozent der Unternehmen, dass sich die Politik stärker für die Wirtschaft in den Bereichen „Wirtschaftsförderung, Schaffung von Arbeitsplätzen, Fördermittel“ einsetzt. 7 Prozent wünschen sich ein größeres Engagement für die Digitalisierung, 6 Prozent würden einen Abbau von Bürokratie befürworten.

4.665 Unternehmen waren im Februar im Zuge einer Online-Umfrage um ihre Meinung zu den Themengebieten Standortzufriedenheit, Unternehmensnachfolge, Unterstützungsbedarf, Personalbedarf und Ausbildung gebeten worden. Letztlich an der Umfrage teilgenommen hatten dann zwar lediglich 323 Unternehmen. Dennoch sei die Auswertung "repräsentativ", denn es sei "die angestrebte Rücklaufquote von 5 Prozent überschritten worden, sodass eine repräsentative Auswertung erfolgen konnte", erklärt die Eno-Sprecherin.

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