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Görlitz

Handwerk fordert Tempo beim Überwinden der Corona-Krise

Jedes vierte Unternehmen im Landkreis Görlitz klagt über zu wenig Aufträge. Das ergab eine Befragung der Handwerkskammer Dresden.

Symbolbild
Symbolbild © Patrick Pleul/dpa

Vier von zehn Handwerksunternehmen im Landkreis Görlitz berichten derzeit von sinkenden Umsätzen, drei von zehn von sinkenden Auftragseingängen. Das sind Ergebnisse der Frühjahrskonjunktur-Umfrage der Handwerkskammer (HWK) Dresden. Sie zeigen, wie die Auswirkungen der Corona-Krise auch das regionale Handwerk treffen, teilt HWK-Sprecherin Carolin Schneider mit.

Von den 4.590 Handwerksbetrieben im Kreis beurteilen demnach 47 Prozent der Unternehmen ihre derzeitige Lage als gut, jedoch hat sich der Anteil der Betriebe, die eine unterdurchschnittliche Auftragslage vermelden, gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Heute bilanziert jedes vierte Handwerksunternehmen der Region einen unterdurchschnittlichen Auftragsbestand.

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„Die Bremsspuren, die die Corona-Krise im Handwerk in der Region hinterlässt, sind zum Teil sehr tief“, sagt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. Nun sei Tempo beim Überwinden der Krise gefragt.

Sorge bereiten den Handwerksunternehmen aus der Region auch die gestiegenen Einkaufspreise. Drei von vier Betrieben (76 Prozent) geben an, heute mehr für Materialien und Rohstoffe zahlen zu müssen. 80 Prozent der Unternehmen erwarten weiter steigende Einkaufspreise. „Gerade die stark gestiegenen Preise für Holz, Stahl und Dämmmaterialien sind alarmierend. Es besteht die Gefahr, dass die Betriebe ihre kalkulierten Angebote nicht halten können oder gar kein Material mehr bekommen“, sagt Brzezinski.

Für die Zukunft erwarten Handwerksbetriebe im Landkreis Bautzen zum großen Teil gleichbleibende Geschäftslagen. Lediglich 18 Prozent der Unternehmen prognostiziert für sich laut HWK eine verbesserte Geschäftslage, etwa gleich viele Firmen schauen pessimistisch in die nähere Zukunft.

Insgesamt hatte die HWK 3.866 der 22.358 Mitgliedsbetriebe befragt. Die Rücklaufquote betrug 20 Prozent. (SZ)

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