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Flüchtlinge: "Brennpunkt" an polnischer Grenze

So bezeichnet die Bundespolizei die aktuelle Entwicklung. Allein im Oktober wurden bislang 1.270 Personen an der sächsisch-polnischen Grenze aufgegriffen.

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Symbolbild © dpa (Symbolfoto)

Die Bundespolizei hat im Zeitraum vom 1. bis 25. Oktober insgesamt 1.270 Flüchtlinge an der sächsisch-polnischen Grenze in Gewahrsam genommen und an Erstaufnahmeeinrichtungen übergeben. Wie die Inspektion in Pirna mitteilt, seien die Personen ohne Visum eingereist oder wurden eingeschleust.

Insgesamt steigen die Zahlen weiter, wobei die deutsch-polnische Grenze den "Brennpunkt" darstelle, heißt es. Die Beamten seien "an der deutsch-polnischen Grenze einem hohen Migrationsdruck ausgesetzt, der sich insbesondere aus der Migrationslage im Zusammenhang mit der Durchreise von Migranten über Belarus und die Republik Polen ergibt". Entspannung zeichne sich nicht ab. Genaue Zahlen, wie viele Flüchtlinge wann genau ankommen, dürfen weder die Inspektionen Ludwigsdorf noch Ebersbach herausgeben. Zuletzt hatte der Freistaat angekündigt, in den Erstaufnahmeeinrichtungen mehr Platz zu schaffen. Für Schlagzeilen sorgten Rechtsextreme, die in Görlitz und Zittau Flüchtlinge auf eigene Faust zurückdrängen wollen. (SZ)