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Görlitz nimmt 70.000-Euro-Spende an

Die Jüdische Gemeinde Görlitz hat viel Geld gesammelt. Es ist für den Davidstern auf der Synagoge bestimmt.

Alex Jacobowitz, Vorsitzender und Kantor der Jüdischen Gemeinde Görlitz (JGG) steht mit einer Thora-Rolle vor der früheren Synagoge auf der Otto-Müller-Straße in Görlitz.
Alex Jacobowitz, Vorsitzender und Kantor der Jüdischen Gemeinde Görlitz (JGG) steht mit einer Thora-Rolle vor der früheren Synagoge auf der Otto-Müller-Straße in Görlitz. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Stadtrat am Donnerstagabend eine Spende in Höhe von 70.000 Euro für die Wiedererrichtung des Davidsterns auf der frisch sanierten ehemaligen Synagoge auf der Otto-Müller-Straße angenommen.

Die Spende kommt von der Jüdischen Gemeinde Görlitz (JGG). Das bestätigt deren Vorsitzender und Kantor Alex Jacobowitz. „Der Betrag wurde auf Initiative der JGG gesammelt – innerhalb und außerhalb der Gemeinde, also durch Mitglieder und auch Freunde der Gemeinde“, sagt er.

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Weitere Spenden sind angekündigt

OB Ocatvian Ursu (CDU) freut sich, dass diese und weitere Spenden für den Davidstern bei der Stadt Görlitz eingegangen – und noch weitere angekündigt – sind. Das zeige, dass eine große Bereitschaft da ist, für diesen Zweck zu spenden. „Also werden wir diesen Weg bewusst gehen“, sagt Ursu, „und damit ein Zeichen setzen, das über die Stadt hinausgeht.“

Am Tag zuvor hatten die Räte im Verwaltungsausschuss eine Spende der Görlitzer AfD-Fraktion in Höhe von 120 Euro für den Davidstern abgelehnt. Die Summe war unter allen Fraktionsmitgliedern und weiteren Menschen gesammelt worden.

Der Davidstern kostet ungefähr 70.000 Euro, eine exakte Summe steht aber noch nicht fest. Sollte am Ende Geld übrig sein, so soll es auf jeden Fall für die Synagoge genutzt werden. Wofür genau, müsste dann gegebenenfalls beraten werden.

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