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Stadtrat beschließt: Görlitz kann die Stadthalle sanieren

Am Mittwochnachmittag stimmte eine große Mehrheit der Räte dafür. Einige sorgen sich aber, ob Görlitz die Halle auch betreiben kann.

Von Ingo Kramer
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Die Stadthalle kann saniert werden. Anfang nächsten Jahres könnten die Bauarbeiten starten.
Die Stadthalle kann saniert werden. Anfang nächsten Jahres könnten die Bauarbeiten starten. © Paul Glaser

Seit fast 20 Jahren ist die Görlitzer Stadthalle geschlossen – genauer gesagt, seit Anfang 2005. Damals konnte sich die Stadt den Betrieb der Halle nicht mehr leisten. Zwischenzeitlich gab es verschiedene Anläufe zur Sanierung – doch so weit wie der jetzige kamen sie alle nicht.

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Am Mittwochnachmittag hat der Görlitzer Stadtrat mit seinem Baubeschluss den Weg frei gemacht für die Sanierung des Gebäudes. Eine große Mehrheit der Räte von CDU, AfD und Bürger für Görlitz stimmte dafür. Drei Räte von der Linkspartei und den Grünen stimmten gegen die Vorlage, drei Räte von Motor Görlitz, Grüne und Bürger für Görlitz enthielten sich der Stimme. Oberbürgermeister Octavian Ursu sieht die Sanierung als ein Stadtentwicklungsvorhaben und Konjunkturprogramm für die Bauwirtschaft. Zugleich räumte er ein, dass sowohl die Sanierung als auch die Betreibung eine große Herausforderung sein werden.

Hauptkritikpunkt der wenigen Sanierungsgegner im Rat sind die künftigen Betriebskosten. Der städtische Zuschuss könnte in den ersten drei Jahren nach der geplanten Eröffnung der Stadthalle Anfang 2029 zwischen 600.000 und einer Million Euro pro Jahr liegen.

Nachdem Ende Mai der Fördermittelbescheid des Bundes für die Sanierung der Stadthalle in Görlitz eingetroffen war, sind die meisten Räte zuversichtlich – und fassten den Baubeschluss in der letzten Sitzung des "alten" Stadtrates, ehe sich dann im August der neue Stadtrat zusammenfindet, der am 9. Juni gewählt wurde.

Das Rathaus wollte den Beschluss unbedingt jetzt treffen lassen, damit über den Sommer die Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden und der Bau vermutlich Anfang 2025 beginnen kann. Kostenpunkt: Über 50 Millionen Euro. Davon kommen rund 46 Millionen Euro von Bund und Land. Zudem sind rund fünf Millionen Euro an städtischen Geldern nötig. Als modernes Veranstaltungs- und Kongresshaus, das größte zwischen Dresden und Wroclaw, soll die Stadthalle Anfang 2029, wieder öffnen.