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Junge Frauen fühlen sich wenig verbunden mit Lausitz

Das geht aus einer Studie hervor, an der unter anderem die Görlitzer Prozesspsychologen GmbH beteiligt war.

Symbolfoto
Symbolfoto © dpa

Junge Lausitzer fühlen sich weniger mit der Region verbunden als ältere Einwohner. Das geht aus dem sogenannten Lausitz-Monitor hervor. Das Leipziger Marktforschungsunternehmen MAS Partners und die Prozesspsychologen GmbH aus Görlitz haben dazu 1.000 Ober- und Niederlausitzer ab 16 Jahre befragt.

Knapp 22 Prozent waren aus dem Landkreis Görlitz, 26 Prozent aus dem Kreis Bautzen, die übrigen aus der Niederlausitz. Ziel sei es gewesen, Erkenntnisse zu gewinnen über die Meinung der Menschen zu Themen wie Strukturwandel und Energiewende, Lausitz als Wirtschaftsregion und Zufriedenheit mit der Entwicklung vor Ort, wie die Autoren informieren. Nach 2020 mit reichlich 500 Gesprächspartnern war dies die zweite Befragung.

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Ein Ergebnis: Rund 45 Prozent der jungen Gesprächspartner im Alter zwischen 16 und 29 Jahren können sich vorstellen, die Region in den nächsten zwei Jahren zu verlassen. Bei älteren Befragten lag die Bereitschaft zum Gehen im niedrigen einstelligen Bereich. Während 73 Prozent der über 60-Jährigen angeben, die Lausitz zu lieben, seien das in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen nur 32 Prozent. Bei jungen Frauen sei dieser Wert noch geringer. Sie schätzen die hiesige Lage, laut Monitor, kritischer ein als Männer und ältere Einwohner.

Beispielsweise gaben 46 Prozent aller Gesprächspartner an, dass sich die Situation in der Lausitz während der vergangenen fünf Jahre verbessert habe. Das waren drei Prozent mehr als bei den Umfragen zum ersten Lausitz-Monitor. Bei den jüngeren Frauen ist es deutlich anders. Meinten letztes Jahr noch 50 Prozent, die Lausitz-Lage sei besser geworden, glauben das aktuell nur noch 34 Prozent.

Laut den Autoren nehmen zwei Drittel aller Befragten die Region als attraktives Urlaubsgebiet wahr. Nur 27 Prozent sehen sie als „attraktive Wirtschaftsregion“ und lediglich etwas über 30 Prozent als „attraktive Region zum Arbeiten“. Verbunden wird das südbrandenburgische und ostsächsische Terrain vor allem mit Stichpunkten wie „Heimat“, „Tradition und Bräuche“ oder auch „Freundlichkeit“.

Sieben Prozent der Befragten finden, die Lausitz stehe für Digitalität. Weniger als 15 Prozent schätzen sie als innovativ, wettbewerbsfähig und experimentierfreudig ein. Den Strukturwandel halten 67 Prozent der Lausitzer für notwendig – das sind etwas weniger als bei der vorherigen Befragung. 18 Prozent meinen, dass es so eine grundsätzliche Veränderung nicht brauche. Erneut deutlich geworden ist, laut den Autoren, dass sich viele Menschen eine klare Vision für die Zukunft der Lausitz wünschen (79 Prozent). Jedoch nur knapp jeder Dritte erkenne die bereits.

„Die Studie zeigt unter anderem, dass die Menschen in der Region bei dem wichtigen Thema Strukturwandel stärker mitgenommen werden müssen“, meint Jörg Heidig, Geschäftsführer der Prozesspsychologen. Die Akzeptanz der Energiewende ist laut der Untersuchung im Vergleich zu 2020 um zwölf Prozent auf 57 Prozent gestiegen. Den Kohleausstieg befürworten 45 Prozent der Ober- und Niederlausitzer, ein Plus von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. 41 Prozent sind dagegen.

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