merken
PLUS Görlitz

Kochstudio Regenbogen gibt nicht auf - beim Impfen

Am Mittwoch ist wieder Impfaktion in Kunnerwitz. Bald gibt es auch Angebote an mehreren Schulen im Kreis. Querdenker wettern dagegen.

Auch bei der Veranstaltung "Verein(t) am Meridian" nutzen vor ein paar Wochen viele die Gelegenheit zum Impfen.
Auch bei der Veranstaltung "Verein(t) am Meridian" nutzen vor ein paar Wochen viele die Gelegenheit zum Impfen. © Martin Schneider

Am Mittwoch dieser Woche gibt es wieder eine Impfaktion im Kochstudio Regenbogen in Kunnerwitz.

Von 9 bis 18 Uhr ist das Kochstudio für Impfwillige geöffnet. Es gehört Simone Drescher, die seit einiger Zeit beim DRK arbeitet und im Impfzentrum Löbau sowie bei den mobilen Impfterminen hilft. Vor etwa einem Monat hatte sie ihr Kochstudio zu einem Mini-Impfzentrum umgestaltet, einmal pro Woche sind ein Arzt sowie ein mobiles Impfteam vor Ort.

Anzeige
Kommen Sie ins Team der WOGENO
Kommen Sie ins Team der WOGENO

Die WOGENO Wohnungsgenossenschaft Zittau eG bietet für engagierte Bewerber ein attraktives und verlässliches Arbeitsumfeld.

Rekord: fast 90 Gäste

Das Impfen nicht nur im Löbauer Impfzentrum gehört mit zur Strategie des Landkreises, Angebote näher zu den Menschen vor Ort zu bringen. So wurde etwa diesen Sommer beim Tippelmarkt in Görlitz geimpft, im Städtischen Klinikum, beim Feuerwehrfest Oybin, vor einer Drogerie in Weißwasser. Ein Termin ist nicht nötig.

Der Zuspruch ist unterschiedlich. Bei der Aktion vor drei Wochen zum Beispiel kamen fast 60 Menschen nach Kunnerwitz ins Kochstudio zum Impfen. Vor zwei Wochen dagegen sei wenig los gewesen, erzählt Simone Drescher. "Vorige Woche, als wir Dienstag und Mittwoch offen hatten, waren sogar 87 und 62 Personen bei uns", sagt sie. "Das ist für unseren kleinen Ort wirklich viel und zeigt uns, dass eine Regelmäßigkeit des Angebots hilft. Wenn die Leute es wissen, nehmen sie es auch an."

Schulen öffnen für Impfteams

Weitere Impfmöglichkeiten gibt es nach den Ferien an mehreren Schulen im Kreis Görlitz. Es handelt sich dabei um ein Angebot vom Sozialministerium, dem Kultusministerium und dem DRK. Vorgesehen ist, dass die mobilen Impfteams an bestimmten Tagen an Stützpunktschulen zu Gast sind. In der ersten Schulwoche, also der kommenden Woche, soll es zur Koordination zunächst eine anonyme Abfrage geben, wie viele Personen Interesse haben. Melden an einer Schule mehr als 80 Leute Interesse an, sollen die Impfteams auch direkt an die jeweilige Schule kommen.

Listen zu den Stützpunktschulen machen unter Impfgegnern im Messengerdienst Telegram schon seit einigen Tagen die Runde, zum Beispiel in der Görlitzer Telegram-Gruppe von "Eltern stehen auf", eine den "Querdenkern" verbundene Gruppe. Dort findet sich dann beispielsweise auch die Aufforderung, sein Kind an dem entsprechenden Tag nicht in die Schule zu schicken.

Dabei handelt es sich beim Impfen um ein freiwilliges Angebot. Außerdem gilt nach wie vor, dass bei Minderjährigen ab 12 Jahren die Eltern einer Impfung zustimmen müssen. Das Angebot an den Schulen richtet sich auch nicht nur an Schüler, sondern auch an die Eltern, die Lehrer, andere pädagogische Kräfte und auch sonstige Interessenten an den Schulen. Ein Impftermin, zu dem alle Interessenten, auch außerhalb der Schule kommen können, findet am 7. September, 13.30 bis 18 Uhr am Joliot-Curie-Gymnasium in Görlitz, Wilhelmsplatz 5, statt.

Mehr zum Thema Görlitz