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Impfstrategie kaum nachvollziehbar

Viele freie Impftermine - und man erhält keinen. Das verärgert die Menschen. Hier muss Vertrauen zurückgewonnen werden, meint Redakteurin Daniela Pfeiffer.

© Matthias Weber/photoweber.de

Eine sehr simple Rechnung: Es gibt aktuell genug Impfstoff, es gibt Hunderte freie Termine, ebenso viele Impfwillige im Landkreis, und das Personal und die Räumlichkeiten ebenfalls. Damit sollten sich Spitzenquoten beim Impfen erzielen lassen - so wie sie am Donnerstag auch der Bund stolz verkündete. Aber es funktioniert nicht im Landkreis Görlitz. In der Gleichung liegt irgendwo ein Fehler. Und zwar in der Laufzeit des Löbauer Impfzentrums.

Das Ganze ist für die Bevölkerung nicht nachvollziehbar und schwer vermittelbar. Unzählige 60- bis 69-Jährige versuchten, sich in den vergangenen Tagen per Internet zu registrieren und einen Termin zu bekommen - was technisch für diese Altersgruppe schon auch nicht mehr unbedingt selbstverständlich ist. Dass sie trotzdem keinen Termin bekamen, selbst wenn sie ihr Häkchen beim AstraZeneca-Impfstoff machten - anders war die Anmeldung übrigens gar nicht möglich - half auch nicht. Vertrauen schafft so ein Durcheinander natürlich nicht. Wenn das mit der Impferei klappen soll, muss hier schnell nachgebessert werden - und vor allem transparenter und verständlicher kommuniziert werden.

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