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Kreis Görlitz: 2G ab heute in Restaurants möglich

Ab heute können Gastronomen die 2G-Regel einführen. Viele sprechen sich dagegen aus. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken.

Die 2-G-Regel soll für mehr Alltag sorgen - macht vielen Gastronomen aber auch Kopfzerbrechen.
Die 2-G-Regel soll für mehr Alltag sorgen - macht vielen Gastronomen aber auch Kopfzerbrechen. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Nach wie vor gehört der Landkreis Görlitz zu den derzeit weniger stark von der Corona-Pandemie betroffenen Kreisen bundesweit. Gestiegen ist die Inzidenz leicht.

Laut Berechnungen des Landkreises liegt sie aktuell bei 31. Das RKI gibt den Wert mit 26,3 an. Gegenüber dem Vortag hat der Kreis 16 neue Corona-Infektionen festgestellt. Betroffen sind zwölf Erwachsene und vier Kinder.

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19 Personen im Krankenhaus

Bei den Kindereinrichtungen sind 19 Schulen und sieben Horte von Coronafällen betroffen. Das betrifft Einrichtungen in Boxberg, Ebersbach-Neugersdorf, in Görlitz, Herrnhut, Löbau, Markersdorf, Mücka, Oppach, Rietschen, Rothenburg, Weißwasser und Zittau. An den Schulen gibt es aktuell 26 Fälle, an den Kitas elf. Damit scheint es sich eher um einzelne Fälle zu handeln, nicht um starke Ausbrüche wie im vorigen Dezember.

Deutlich gestiegen ist die Zahl der Menschen, die aufgrund einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden müssen. Laut Kreis-Gesundheitsamt sind es derzeit 19 Patienten, vor fünf Tagen waren es sieben. Niedrig bleibt aber die Zahl derer, die intensivmedizinische Behandlung brauchen, im Kreis Görlitz sind es drei.

Aber darunter ist ein Patient, der nach Angaben des Kreis-Gesundheitsamtes zwischen 21 und 30 Jahre jung ist. Nähere Informationen macht der Kreis nicht. Die beiden anderen Intensivpatienten gehören den Altersgruppen 51 bis 60 und 61 bis 70 an. Niemand ist aber älter als 70 Jahre, der wegen einer Covid-19-Erkrankung auf Intensivstationen im Kreis Görlitz behandelt werden muss. Ein Zeichen dafür, dass die Impfungen gegen das Coronavirus wirken. Denn in der Altersgruppe über 70 ist die Impfquote am höchsten.

Wirte gegen 2G

Sachsenweit gilt seit Donnerstag eine neue Coronaschutz-Verordnung. Diese enthält ein optionales 2G-Modell. Wie der Landkreis Görlitz erklärt, können Einrichtungen, Veranstalter oder Gastronomen auf Abstandsregelungen, Kapazitätsbeschränkungen und Maskenpflicht verzichten, sind nur geimpfte oder genesene Personen vor Ort. "Ausnahmen gelten für Besucher, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben", teilt der Kreis mit. Wer die 2G-Option nutzen will, solle dies drei Tage vorher dem Gesundheitsamt mitteilen.

Im Kreis Görlitz aber haben einige Gastronomen sich gegen 2G und die 3G-Regelung ausgesprochen. Darunter sind nicht nur Corona-Maßnahmen-Gegner. Auch andere Wirte sehen die Regelung als zu kompliziert und praktisch schwer umsetzbar. So erklärte etwa der Wirt der Brauerei Bierblume gegenüber der SZ: "Wir müssten ja ständig jemanden am Eingang stehen haben, der kontrolliert. Das geht einfach nicht." Pflicht ist bislang weder das 2G-,noch das 3G-Modell.

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