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Nostromo muss Herbstsaison abschreiben

Die Sammlung im Internet hat für den Görlitzer Club 8.500 Euro gebracht. Nun hofft der Verein auf einen guten Endspurt. Der ist plötzlich notwendiger als gedacht.

Das Nostromo Görlitz wurde an einem Juniabend in rotes Licht getaucht. Dahinter verbarg sich ein Zeichen der Kulturschaffenden, die in der Corona-Krise nicht vergessen werden wollen. Unter dem Motto „Night of Light“ lief die Aktion deutschlandweit.
Das Nostromo Görlitz wurde an einem Juniabend in rotes Licht getaucht. Dahinter verbarg sich ein Zeichen der Kulturschaffenden, die in der Corona-Krise nicht vergessen werden wollen. Unter dem Motto „Night of Light“ lief die Aktion deutschlandweit. © Foto: Foto Crew Görlitz

8.534 Euro seit Ende Juni! Mit einer solchen Spendenbereitschaft hatte Dirk Kählig nicht gerechnet. Doch der Club Nostromo, in dem er ehrenamtlich tätig ist, hat viele großzügige Spender, die ihrem Club durch die Corona-Zeit helfen wollen.

Das Problem: Seit März dürfen keine Tanzveranstaltungen mehr stattfinden. Doch obwohl der Verein alle Kosten gedrückt hat, fallen noch rund 1.000 Euro pro Monat an. Den Hauptanteil machen Stromkosten aus. Hinzu kommen Kosten für Wasser, Pacht, Versicherungen und vieles mehr. Die Rücklagen aber sind begrenzt. Also startete der Verein die Spendensammlung auf der Internetplattform Startnext. Mit 8.500 Euro kann er sich zumindest achteinhalb Monate über Wasser halten. „Bis nächstes Jahr halten wir jetzt durch“, sagt Vorstandsvorsitzender Dirk Kählig.

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Zukunft ist noch immer ungewiss

Sein Hauptproblem: Bis heute ist völlig unklar, wann wieder Tanzveranstaltungen erlaubt werden. So kann das Nostromo nicht viel planen. Das Einzige, was geht, sind entspannte Lounge-Abende, wo ein DJ Musik auflegt und die Gäste gemütlich sitzen und trinken können. Seit Anfang August gab es jeden Sonnabend eine solche Lounge vor dem Gebäude. Das Gesundheitsamt hat eine Genehmigung für bis zu 100 Gäste erteilt. So viele waren teilweise auch da, sodass über den Getränkeverkauf ein bisschen Geld reingekommen ist und sich das Nostromo davon noch einmal ein bis zwei Monate über Wasser halten kann.

Doch jetzt ist der Sommer fast vorbei. Am 19. September gibt es die letzte Sonnabend-Lounge, am 24. September noch eine spezielle Lounge anlässlich einem Jahr Marktschwärmerei mit Musik und Verkostung. Das Nostromo hätte zwar die Genehmigung, solche Veranstaltungen später auch drinnen zu veranstalten – wie eine Kneipe mit Hintergrundmusik. Allerdings glaubt Dirk Kählig nicht, dass die Einnahmen die Betriebskosten decken würden. Deshalb soll die Lounge am 24. September definitiv die letzte für dieses Jahr sein.

Aktion endet am 15. September

Die Startnext-Spendenaktion läuft noch eine Woche, bis 15. September. Spendenziel waren 12.000 Euro. Ob es gelingt, die fehlenden 3.500 Euro zu sammeln? Dirk Kählig weiß es nicht. Allerdings wäre ein guter Endspurt plötzlich noch notwendiger als gedacht: Ende Juli wurde nachts mit brachialer Gewalt ins Nostromo eingebrochen und Werkzeug im Wert von 3.500 bis 4.000 Euro gestohlen, das nicht versichert war. „Insofern sind wir jetzt erst recht für jede Unterstützung dankbar“, sagt er.

www.startnext.com/nostromo-goerlitz-support

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