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Fällt der Christkindelmarkt wieder Corona zum Opfer?

Die steigende Inzidenz weckt auch in Görlitz die Erinnerung an 2020, als alle Märkte abgesagt wurden. Spätestens Ende Oktober muss Klarheit herrschen.

So haben viele den Christkindelmarkt auf dem Görlitzer Untermarkt in Erinnerung.
So haben viele den Christkindelmarkt auf dem Görlitzer Untermarkt in Erinnerung. © André Schulze

Weihnachtsgebäck füllt schon seit einigen Wochen die Regale in den Supermärkten, und viele Gemeinden zerbrechen sich jetzt auch bereits den Kopf darüber, ob und wie ein Weihnachtsmarkt stattfinden kann.

Doch ähnlich wie im vergangenen Jahr, als vergleichsweise kurzfristig schließlich alle Märkte der Corona-Pandemie zum Opfer fielen, ist es vor allem die Ungewissheit der Pandemie, die den Machern zu schaffen macht: Wie wird die Inzidenz im Dezember sein? Welche Festlegungen gibt es für Veranstaltungen und Märkte? Sorgen bereitet dabei, dass die Inzidenz gegenwärtig im Kreis Görlitz steigt und laut Robert-Koch-Institut am Montag bereits wieder bei 77 liegt. Damit gelten ab Dienstag im Landkreis Görlitz die 3-G-Regeln und die Kontakte der Besucher von Veranstaltungen müssen erfasst werden.

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Schon im vergangenen Jahr war es die Stadt Görlitz, die bis zuletzt Pläne für Weihnachtsmärkte in Corona-Zeiten entwickelt hatte. Der Kern war eine Art Weihnachtsmeile auf dem Obermarkt, mit ein paar Gastronomie-Ständen, strikter Zählung von Besuchern, abgesperrt vom sonstigen Alltagstreiben.

Ganz so weit sind die Pläne in diesem Jahr noch nicht gediehen. Der Kulturservice plant nach eigenen Angaben, den Christkindelmarkt auf einer größeren Fläche zu veranstalten und will dafür neben dem Untermarkt auch den Obermarkt bespielen. So sollen Stände und Attraktionen wie die Bühne, das Postamt, die Eisstockbahn, das Tiergehege und die Eisenbahn auf dem Marktgelände platziert werden. Doch fest steht nichts.

Ganz ähnlich wird jetzt überall in Deutschland geplant. In Bayern hat die Staatsregierung vorläufig grünes Licht für Weihnachtsmärkte gegeben. Die Städte wie Nürnberg planen nun, den Markt großflächig über das gesamte Stadtgebiet zu verbreiten.

Hessen legte bereits im August fest, dass Weihnachtsmärkte wie Wochen- und Flohmärkte behandelt und unter Einhaltung entsprechender Regeln stattfinden werden. Essen oder Trinken auf den Wegen ist aber nicht gestattet, sondern nur für abgesperrte Bereich geplant. Einzelne Kinderkarussells aber dürfen in Hessen fahren.

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch erklärte am Montagnachmittag, dass sie Weihnachtsmärkte und Bergparaden in Sachsen ermöglichen will. Details für die geplanten Regelungen will sie mit der nächsten Corona-Schutzverordnung ab dem 21. Oktober vorlegen.

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Für das Görlitzer Rathaus scheint das Thema besonders heikel zu sein, es sollen keine Erwartungen jetzt geweckt werden, die schließlich enttäuscht werden. Zumal Weihnachtsmärkte viele emotional bewegen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt will sich daher niemand äußern. Irgendwann in der zweiten Oktoberhälfte, so vertröstete eine Sprecherin, solle es Informationen geben.

Für den Kulturservice braucht es bald Planungssicherheit. Denn die Eisbahn soll bereits ab dem Freitag nach dem Buß- und Bettag öffnen. Das wäre in diesem Jahr der 19. November und ist in sieben Wochen.

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