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Görlitz

Heiliges Grab mit E-Guide

Das Görlitzer Kulturdenkmal kann man jetzt digital entdecken - bequem von zu Hause aus.

Das Heilige Grab in Görlitz ist eine Nachbildung des Heiligen Grabes in Jerusalem und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Görlitz.
Das Heilige Grab in Görlitz ist eine Nachbildung des Heiligen Grabes in Jerusalem und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Görlitz. © dpa

Die Evangelische Kulturstiftung in Görlitz macht aus der Not eine Tugend. Weil Besuche im Heiligen Grab oder in der Nikolaikirche coronabedingt nicht möglich sind, kann man diese nun digital entdecken: mit dem neuen E-Guide „Steine erzählen“.

Wie Janet Conrad von der Evangelischen Kulturstiftung mitteilt, sind damit drei Rundgänge mit individuellen Führungen für Handy, Tablet oder dem heimischen Computer möglich. Interessierte können sich nun also eigenständig auf Entdeckungsreise begeben. „Mit dem nötigen Abstand und im Freien ist das Gehen des letzten Leidensweges Jesu entlang der Via Dolorosa zum Heiligen Grab mit unserem E-Guide möglich“, sagt Janet Conrad. Vom nahen Ölberggarten aus gibt es demnach einen wunderbaren Blick zum Heiligen Grab, von wo aus die Audioführung zur Heiligen-Grab-Anlage gut nachvollzogen werden könne. Hier wird erzählt, dass selbst nach schwerem Leid und Tod, neues Leben möglich sei.

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„Ostern kommt und lässt uns, die wir derzeit ganz besonders unter der Corona-Pandemie leiden, hoffen, dass auch unser Leben bald ganz neu erwachen kann“, sagt Frau Conrad. Als spannend bezeichnet sie ebenso die Audioroute mit zahlreichen Informationen zur Nikolaikirche und zum historischen Nikolaifriedhof mit seinen Grabmalen und Grufthäusern, zum Umgang mit der Pest und anderen schweren Krankheiten sowie zu auf dem Friedhof bestatteten Persönlichkeiten.

Nach Corona gibt es mehrsprachige Audioguides

Die Einschränkungen durch Corona sind für die Kulturstiftung wie auch für viele andere touristische Anbieter sehr hart. „Nun sind unsere Kulturgüter bereits ein zweites Mal in der sonst so wichtigen Karwoche und Osterzeit geschlossen“, sagt Frau Conrad. Trotzdem hat die Kulturstiftung die Corona-Zwangspause der letzten Monate genutzt und mit Unterstützung der Agentur „Die Partner“, der Softwareentwicklungsfirma Drantos, dem Görlitzer Künstler Andreas Neumann-Nochten und dem Evangelischen Rundfunkdienst den E-Guide entwickelt. Das Projekt wird vom Bundesprogramm „NEUSTART. Sofortprogramm für coronabedingte Investitionen in Kultureinrichtungen“ gefördert.

Sobald die Einrichtungen wieder öffnen dürfen, soll es für alle, die kein elektronisches Geräte haben, am Heiligen Grab und an der Nikolaikirche auch Audioguide-Geräte geben, sodass Führungen in deutscher, polnischer und englischer Sprache möglich sein werden. Der E-Guide wird dann 7,50 Euro und ermäßigt fünf Euro kosten und gleichzeitig den Eintritt zum Heiligen Grab und zur Nikolaikirche ermöglichen.

Den E-Guide gibt es vorerst bis zum Ostermontag zum Kennenlernpreis von fünf Euro. Abrufbar ist er unter: www.steine-erzaehlen.de

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