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Robert-Koch-Institut: Kreis Görlitz ist FSME-Risikogebiet

Nach einem Zeckenbiss können Menschen an Hirnhautentzündung erkranken. Dieses Risiko besteht zwischen Zittau und Weißwasser. Das ist jetzt amtlich anerkannt.

Von Daniela Pfeiffer
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Eine Zecke wartet unter einem Blatt auf Beute. Viele Zeckenarten sind Krankheitsüberträger.
Eine Zecke wartet unter einem Blatt auf Beute. Viele Zeckenarten sind Krankheitsüberträger. © dpa/Patrick Pleul

Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) stuft den Landkreis Görlitz nun auch als FSME-Risikogebiet ein. Heißt: Auch hier tragen mittlerweile Zecken das Virus in sich, das eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen kann. Die Krankheit kann grippeähnliche Beschwerden, in seltenen Fällen auch Fieber, Hirnhautentzündungen und Lähmungen hervorrufen.

Der Landkreis wurde aufgrund der registrierten Fallzahlen innerhalb der letzten fünf Jahre als Risikogebiet eingestuft. Auch die Fallzahlen in den Nachbarkreisen spielen eine Rolle. Bautzen ist beispielsweise schon Risikogebiet - wie bereits weite Teile Sachsens.

2021 wurden in Sachsen insgesamt 29 FSME-Erkrankungen gemeldet. 19 Patienten litten nur unter grippalen Krankheitszeichen und Kopfschmerzen, während zehn Patienten Meningitis und Enzephalitis bekamen, also eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping rät, sich mit entsprechender Kleidung und Zeckenschutzmitteln zu schützen. Menschen, die sich häufig in der freien Natur aufhalten, sollten sich gegen FSME impfen lassen. Die Impfung sei gut verträglich und sehr wirksam.