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Lebensgefahr im Autobahntunnel

Ein 44-jähriger Lkw-Fahrer hat am Donnerstag im Autobahntunnel Königshainer Berge einen Reifen-Platzer bemerkt. Wie er reagierte, war bedenklich.

Symbolbild
Symbolbild ©  SZ-Archiv / André Schulze

Eine lebensgefährliche Situation hat am Donnerstagmorgen ein 44-jähriger Sattelzugfahrer auf der A 4 verursacht, teilt Polizeisprecherin Anja Leuschner mit. Im Tunnel Königshainer Berge bemerkte er einen Reifen-Platzer an seinem Auflieger. Doch anstatt sofort die Polizei zu verständigen, fuhr er weiter und hielt am Parkplatz Wiesaer Forst. Dort wechselte er seinen Reifen - ohne danach die Polizei zu rufen, obwohl seine Reifenteile immer noch im Tunnel lagen.

Ein aufmerksamer Autofahrer bemerkte das Malheur und wählte den Notruf. Der verständigte dann den Verkehrswarndienst und die Tunnelbetriebsstelle, die den linken Fahrstreifen sofort sperrte. Die Autobahnpolizei eilte zum Tunnel und zog die Karkasse in die nächste Nische. Die Autobahnmeisterei übernahm die weitere Beseitigung.

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Polizeibeamte trafen den mutmaßlichen Verursacher wenig später auf dem Parkplatz Wiesaer Forst an. "Der polnische Bürger gab offenbar an, alles bemerkt, aber dennoch keine Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahrenstelle eingeleitet zu haben. Die Uniformierten führten eine intensive Belehrung durch und erstatteten eine Anzeige wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr", so Leuschner.

Lkw-Fahrer missachten Verkehrsregeln

Autobahnpolizisten und der Verkehrsüberwachungsdienst haben am Donnerstag etliche Lkw-Fahrer erwischt, die auf der A 4 in beide Richtungen zwischen Görlitz und Dresden gegen die Straßenverkehrsordnung averstießen, teilt Leuschner mit.

So ertappten sie einen 38-jährigen Weißrussen beim Telefonieren am Steuer seines Lkw. Ein 58-jähriger ukrainischer Fahrer missachtete das Lkw-Überholverbot. Nicht so genau mit der Geschwindigkeit nahm es offenbar ein 38-jähriger polnischer Lastzug-Fahrer. Nach Abzug der Toleranzen beanstandeten die Beamten 96 km/h, statt der erlaubten 80 km/h. Zu guter Letzt hielt sich ein 38-jähriger Pole mit seinem Sattelzug nicht an die Abstandsregel von 50 Metern zwischen zwei Lkw auf der Autobahn. Die Gesetzeshüter stoppten alle Verkehrssünder, belehrten sie und erstatteten eine entsprechende Anzeige.

Opel-Fahrer ohne Papiere unterwegs

Beamte des Verkehrsüberwachungsdienstes haben am Donnerstagabend einen 34-Jährigen Opel-Fahrer ohne Papiere erwischt. Sie kontrollierten dessen Kleintransporter mit Anhänger und zwei aufgeladenen Autos auf der Rastanlage Oberlausitz-Süd an der A 4. Er konnte weder für den Opel noch für seine Ladung vorlegen. Einen Führerschein hatte er auch nicht dabei. Das stellte eine Ordnungswidrigkeit dar und hatte eine entsprechende Anzeige zur Folge. Recherchen ergaben, dass der polnische Staatsbürger im Jahr 2019 schon einmal ohne Papiere angehalten wurde. Ob der Mann aktuell überhaupt im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, sollen die nun eingeleiteten Ermittlungen, auch gemeinsam mit den polnischen Behörden, ans Licht bringen. (SZ)

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