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Ein weiterer Corona-Toter am Wochenende

Die Zahl der mit Corona-Infizierten im Kreis Görlitz ist am Wochenende gestiegen, auch die Belegung auf den Intensivstationen.

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Eine Covid-19-Station im Krankenhaus, hier ein Symbolbild. Die Zahl der Infektionen im Kreis Görlitz steigt weiter, laut RKI.
Eine Covid-19-Station im Krankenhaus, hier ein Symbolbild. Die Zahl der Infektionen im Kreis Görlitz steigt weiter, laut RKI. © dpa-Zentralbild

Die Corona-Zahlen im Landkreis steigen weiter, auch am vergangenen Wochenende. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) kamen seit Freitag bis zum Sonntag 765 Neuinfektionen hinzu. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut RKI damit von 622 am Freitag auf 755 am Sonntag. Am Sonntag vor einer Woche lag sie bei 620. Der Landkreis Görlitz hatte bereits am Freitag eine Inzidenz von 794 je 100.000 Einwohner gemeldet. Die Abweichungen zu den RKI-Zahlen ergeben sich aus den unterschiedlichen Zeitpunkten der Auswertung. Das Landratsamt Görlitz meldet erst am Montag wieder eigene Zahlen. Im Vergleich zum Sonnabend stieg die Zahl der Neuinfizierten am Sonntag um 249.

Derzeit befinden sich 17 Covid-19 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in den Krankenhäusern im Landkreis, Stand Sonntag. Am Freitag waren es noch elf. Sieben Patienten müssen invasiv beatmet werden. Die höchste Zahl der Infizierten im Landkreis liegt in der Altersgruppe der 35 bis 59-Jährigen: 10.753. Die höchste Todesrate wird bei den über 80-Jährigen verzeichnet: 808. Die Zahl der Infizierten liegt derzeit hier bei 3.442. Insgesamt verzeichnet das RKI bislang 1.195 Fälle, Stand Sonntagnachmittag, von mit oder an Corona Verstorbenen, ein Fall mehr seit dem vergangenen Freitag.

Die aktuelle Flüchtlingswelle hat indes keine Auswirkungen auf die Corona-Zahlen im Landkreis. Zwar werden die in der Grenzregion aufgegriffenen Flüchtlinge, die über Belarus und Polen nach Deutschland kommen, auf Corona getestet. Dafür hat man bei der Bundespolizei in Ludwigsdorf ein eigenes Testcenter eingerichtet. Doch werden hier nur die Schnelltests gemacht, keine PCR-Tests.

Ist ein Flüchtling positiv, kommt er zusammen mit anderen positiv getesteten Personen in einen separaten Bus, der sie in eine Erstaufnahmeeinrichtung bringt - entweder nach Chemnitz, Leipzig oder Dresden. Erst dort wird bei den Verdachtsfällen ein PCR-Test gemacht. Positive Ergebnisse werden an das Gesundheitsamt vor Ort gemeldet und fließen am Ende auch dort in die Statistik ein. (SZ)