merken
PLUS Görlitz

Bau der neuen Südstadt-Kita beginnt im Juni

Das Vorhaben in der Görlitzer Fichtestraße war zuletzt sehr unsicher. Doch nun kommt es.

Die marode Kita "Südstadtmäuse" auf der Görlitzer Arndtstraße soll durch einen Neubau auf dem früheren Gelände der Schwimmhalle an der Fichtestraße ersetzt werden.
Die marode Kita "Südstadtmäuse" auf der Görlitzer Arndtstraße soll durch einen Neubau auf dem früheren Gelände der Schwimmhalle an der Fichtestraße ersetzt werden. © Sebastian Beutler

Bürgermeister Michael Wieler atmet auf: Der Ersatzneubau für die marode Kita „Südstadtmäuse“ auf der Görlitzer Arndtstraße kommt nun doch in seiner geplanten Form mit 80 Kindergarten- und 40 Krippenplätzen. Ab Juni wird der Neubau auf dem früheren Gelände der Schwimmhalle an der Fichtestraße gebaut. Der Bau wird nach heutigem Stand knapp 5,2 Millionen Euro kosten. Bereits 2019 bewilligte der Landkreis 2,4 Millionen Euro Fördergelder für den Neubau. Die restlichen 2,8 Millionen Euro muss die Stadt selbst aufbringen. Die Eröffnung ist für August 2022 vorgesehen. Das wäre noch rechtzeitig, denn am Silvestertag 2022 läuft die Betriebserlaubnis des Landesjugendamtes für die alte Kita in der Arndtstraße endgültig aus.

Stadt ist in finanzieller Notlage

Zuletzt hingen die 40 Krippenplätze am seidenen Faden. Weil die Stadt in einer finanziellen Notlage ist und zudem die Geburtenzahlen deutlich zurückgehen, hat die Verwaltung überlegt, dem Stadtrat vorzuschlagen, auf die 40 Krippenplätze zunächst einmal zu verzichten und diese möglicherweise später anzubauen.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Am Donnerstag aber bekam Bürgermeister Michael Wieler die neueste Berechnung auf den Tisch. Und die sagt, dass die Stadt dabei nur rund 250.000 Euro einsparen würde und gleichzeitig etwa 800.000 Euro Fördermittel zurückgeben müsste. „Das ist kein sinnvolles Verhältnis mehr“, sagt Wieler: „Zumal wir die Krippe später während des laufenden Betriebes der Kita bauen müssten.“ Für die „Südstadtmäuse“ ist das eine sehr gute Nachricht.

Loch im Haushalt ist gewachsen

Für die Stadt aber ändert es nichts an dem Elf-Millionen-Euro-Loch im Haushalt. Das ist zum Jahreswechsel – für die Stadt völlig aus heiterem Himmel – noch einmal um 3,5 Millionen Euro gewachsen, weil die investive Schlüsselpauschale, die sie aus dem Finanzausgleichsgesetz erhält, wegen der Corona-Pandemie von 4,8 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 1,3 Millionen Euro 2021 gesenkt wurde. Nun muss die Stadt also anderswo sparen. Wo das passieren wird, ist noch nicht klar. Wieler sagt aber: „Für uns hat die Sanierung der Bestandsschulen absolut höchste Priorität.“ Für städtische Eigenmittel sei das die erste Adresse.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Görlitz