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Umstrittene Plakat-Aktion in Görlitz

Die Anti-Corona-Poster der Stadtverwaltung hängen. Nicht jeder sieht sie allerdings als gelungen an.

Eines der Plakate, die Stadt aufhängen ließ, hier am Platz der friedlichen Revolution, Nähe Postplatz.
Eines der Plakate, die Stadt aufhängen ließ, hier am Platz der friedlichen Revolution, Nähe Postplatz. © Paul Glaser / glaserfotografie.d

Sind sie lustig und witzig oder doch ein bisschen oberlehrerhaft? Seit ein paar Tagen hängen in Görlitz Plakate, die auf die Corona, die Folgen und vor allem die Einhaltung der entsprechenden Regeln aufmerksam machen sollen.

Oberbürgermeister Octavian Ursu teilt dazu ganz offiziell mit „Mit dieser Aktion wollen wir mit Nachdruck auf die Einhaltung der derzeit geltenden Regelungen verweisen. Nur wenn wir die Maßnahmen weiterhin konsequent einhalten, können wir uns und andere schützen und unsere Krankenhäuser entlasten.“

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Die Idee für die Gestaltung kam aus dem Rathaus. "Die Plakate wurden inhaltlich und grafisch in der Stadtverwaltung Görlitz im Team Öffentlichkeitsarbeit entworfen", so Stadt-Sprecherin Juliane Zachmann. Wegen der hohen Infektionszahlen sei es dem Oberbürgermeister wichtig gewesen, "dass weitere Wege und Möglichkeiten gefunden werden, um die Menschen für die Einhaltung der Regelungen zu sensibilisieren."

Kosten der Aktion werden nicht benannt

Wie viel das Ganze die Stadt gekostet hat, dazu gibt es keine Auskunft. Nur so viel aus dem Rathaus: "Wir haben damit ein einheimisches Unternehmen beauftragt." Das betraf Druck und Anbringen und wurde von der Firma K-Plak erledigt. Insgesamt hängen nun 400 Plakate, doppelseitig an 200 Standorten. Die drei Motive zeigen die Peterskirche zum Thema Abstand, die Maske, mit einer älteren und einer sehr jungen Dame, Motto "Einen schönen Görlitzer kann nichts entstellen" und "Görlitz - eine Stadt, die sich gewaschen hat".

Mike Altmann, selbst in einer Agentur für Personal- und Kommunikationsberatung beschäftigt und außerdem in der Fraktion Motor Görlitz/Grüne im Stadtrat sieht die Plakataktion kritisch. "Ich persönlich finde, man hätte die Plakate optisch ein wenig pfiffiger gestalten können", sagt er. Ein bisschen oberlehrerhaft kämen die Motive jetzt daher.

Und: Wenn er die Plakate in Auftrag gegeben hätte, hätte er sie so wohl nicht aufgehängt. Aber, so räumt Mike Altmann auch ein, letztendlich ist es auch eine Geschmackssache. Dem einen gefällt's, dem anderen eben nicht.

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Den Görlitzern werden die Plakate jedenfalls noch eine Weile erhalten bleiben. Je nach Beschädigungen durch Witterungsverhältnisse sollen sie bis Anfang nächsten Jahres hängen bleiben, so Juliane Zachmann. Wenn nötig, werden bis dahin beschädigte Plakate ausgetauscht.

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