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Der Kreis Görlitz verliert Einwohner

Fast nirgendwo in Sachsen geht die Bevölkerungszahl so stark zurück wie im Kreis Görlitz. Besonders der Süden ist betroffen - aber auch Ex-Kreisstädte.

Von den großen Städten punktet Görlitz mit der stabilsten Bevölkerungsentwicklung.
Von den großen Städten punktet Görlitz mit der stabilsten Bevölkerungsentwicklung. © Martin Schneider

Görlitz. Der Landkreis Görlitz ist im sachsenweiten Vergleich einer der Kreise, die im Jahr 2020 den höchsten Rückgang der Einwohnerzahlen zu verzeichnen haben. Ebenso wie im Erzgebirgskreis, dem Landkreis Mittelsachsen, dem Vogtlandkreis und dem Landkreis Zwickau sank die Bevölkerungszahl hier um knapp ein Prozent.

Laut Statistischem Landesamt Kamenz lebten Ende Dezember 2019 noch 252.725 Menschen im Kreis Görlitz. Ein Jahr später waren es 2.167 weniger. Sachsenweit sank die Einwohnerzahl innerhalb eines Jahres um 0,4 Prozent. Im Nachbarkreis Bautzen waren es minus 0,6 Prozent.

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Besonders stark betroffen vom Einwohnerschwund im Landkreis Görlitz ist demnach der Süden. Negativer Spitzenreiter ist dabei Jonsdorf mit einem Verlust von 3,3 Prozent an Einwohnern innerhalb eines Jahres. Das heißt: 51 Personen kehrten dem Gebirgsort den Rücken. Auch Oybin ist mit 2,5 Prozent Einwohnerverlust (minus 34 Personen) dabei, ebenso wie Olbersdorf mit minus 2,4 Prozent (113 Personen), aber auch Trebendorf mit minus 2,7 Prozent.

Gewinner sind meist Gemeinden im Norden des Kreises. Waldhufen etwa verzeichnete einen Bevölkerungszuwachs um 1,5 Prozent, plus 35 Einwohner. Gablenz verzeichnet zwölf neue Einwohner, Neißeaue 13.

Auch die früheren Kreisstädte sind vom Bevölkerungsrückgang weiterhin betroffen. In Niesky zogen laut Statistischem Landesamt innerhalb eines Jahres 145 Menschen weg (minus 1,6 Prozent), aus Zittau 348 (minus 1,4 Prozent), aus Löbau 109 (minus 0,8 Prozent). Und auch Görlitz verliert 0,4 Prozent der Einwohner, 196 Personen, kommt aber wegen dem anhaltenden Zuzug polnischer EU-Bürger glimpflich davon.

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