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Kreis Görlitz kann das Theater allein nicht retten

Mehrkosten in Millionenhöhe drohen beim Theater in den kommenden Jahren. Der Kreis Görlitz sieht den Freistaat mit in der Pflicht. Doch klare Aussagen fehlen.

Von Matthias Klaus
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Die Finanzierung der Personalkosten am Theater wird für den Kreis Görlitz zum Problem.
Die Finanzierung der Personalkosten am Theater wird für den Kreis Görlitz zum Problem. © Thomas Eichler (Archiv)

Der Landkreis Görlitz kann Mehrkosten für das Gerhart-Hauptmann-Theater nicht aus eigener Kraft stemmen. Das sagte jetzt Finanzbeigeordneter Thomas Gampe auf Nachfrage der SZ. Der Landkreis ist neben Zittau, Görlitz und der Beteiligungsgesellschaft des Kreises Gesellschafter des Theaters.

Thomas Gampe setzt auf finanzielle Unterstützung des Freistaates. "Derzeit laufen dazu Diskussionen", sagt er. Allerdings müsse abgewartet werden, was im neuen sächsischen Doppelhaushalt steht.

Grund für die Mehrkosten: Der Deutsche Bühnenverein, in dem das Theater Mitglied ist, und drei Künstlergewerkschaften hatten sich auf eine deutliche Erhöhung der Mindestgage für Solobeschäftigte und Bühnentechniker an Theatern geeinigt.

Landrat Stephan Meyer (CDU) findet diese Tarifabschlüsse "persönlich richtig". Die zusätzlichen Kosten aufzubringen sei allerdings eine große Herausforderung. Er denke an stärkere Zusammenarbeit etwa mit Bautzen. "Es darf keine Denkverbote geben", so Stephan Meyer. Er wolle das Theater als Kulturstätte finanzierbar halten.

Der Kreistag hatte noch unter Landrat Bernd Lange (CDU) beschlossen, das Theater mit jährlich im Schnitt 100.000 Euro zu unterstützen. Das ist allerdings offensichtlich zu wenig. Auch eine eigens dafür eingesetzte Arbeitsgruppe hat daran offensichtlich nichts geändert.