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Stadt begrüßt Görlitzer Filmmuseum-Idee

OB und die EGZ würden den Braunen Hirsch gern als touristisches Highlight sehen. Doch auf Zusagen dem Besitzer gegenüber lassen sie sich noch nicht ein.

Fast jeder Raum ein Drehort: Hier, im großen Saal des Braunen Hirsches, entstanden Szenen zu "Goehte" und "Die Vermessung der Welt".
Fast jeder Raum ein Drehort: Hier, im großen Saal des Braunen Hirsches, entstanden Szenen zu "Goehte" und "Die Vermessung der Welt". © André Schulze

Oberbürgermeister Octavian Ursu gefällt die Idee, den Braunen Hirsch am Görlitzer Untermarkt zu einem Filmmuseum zu machen. "Das ist ein guter Vorschlag, ich persönlich kann mir das vorstellen. Zumal dann ein seit Langem leer stehendes Gebäude eine Nutzung hätte", sagte der OB gegenüber der SZ.

Johannes Daume, dem der Braune Hirsch, jenes riesige Gebäude am Untermarkt gehört, sagte im Dienstag erschienenen SZ-Interview, dass er daraus ein Filmmuseum mit Führungen, Café und vielleicht Produktionsbüros machen möchte. In dem Haus wurde schließlich fast jeder Film gedreht, der in den vergangenen Jahren in Görlitz zu Gast war. Führungen an die vielen noch originalen Sets in dem Gebäude gibt es nach Voranmeldung schon länger, seit Sommer auch durch die Europastadt Görlitz/Zgorzelec GmbH (EGZ) zertifiziert unter dem Görliwood-Stern.

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Kennt den Braunen Hirsch wie seine Westentasche: Ronny Förster führt Besucher an die Drehorte, die es im Gebäude zahlreich gibt.
Kennt den Braunen Hirsch wie seine Westentasche: Ronny Förster führt Besucher an die Drehorte, die es im Gebäude zahlreich gibt. © André Schulze

"Es ist toll, dass wir das Gebäude so nutzen dürfen", sagt Eva Wittig von der EGZ. "Es auszubauen ist natürlich eine super Idee, das passt zum Görliwood-Konzept. Die Filmstadt wird immer greifbarer für Besucher." Allerdings sei die Idee noch recht vage und noch nicht ausgereift genug, um sich als EGZ eine weitergehende Bewertung zu erlauben, sagt Frau Wittig. 

Auch für OB Ursu ergeben sich noch Fragen, vor allem die nach der Finanzierung. Besitzer Johannes Daume stellte im SZ-Interview eine Investitionssumme von rund einer Million Euro in den Raum, möchte aber, dass sich die Stadt an den Kosten beteiligt. Ursu: "Man muss sehen. Wir haben ja aktuell viele Projekte, die wir anschieben, alles gleichzeitig geht nicht." Und er mahnt: "Wir können die Vorgaben des Denkmalschutzes nicht übersehen." 

Johannes Daume vor dem Braunen Hirsch am Görlitzer Untermarkt. Daume ist darüber hinaus als Besitzer des Burghotels auf der Landeskrone, des Mittelhofes in Deutsch Ossig und des Rosenhofs bekannt.
Johannes Daume vor dem Braunen Hirsch am Görlitzer Untermarkt. Daume ist darüber hinaus als Besitzer des Burghotels auf der Landeskrone, des Mittelhofes in Deutsch Ossig und des Rosenhofs bekannt. © Nikolai Schmidt

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Daume hatte angekündigt, das Filmmuseum nicht sofort realisieren zu wollen. Zunächst stünden auch bei ihm andere Vorhaben im Fokus. Danach wolle er sich dem Braunen Hirsch widmen - aber nur, wenn auch die Stadt das wirklich will.

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