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Görlitz pflanzt über 40 neue Bäume

An der Neiße, in Biesnitz und anderswo wächst nun Ersatz für gefällte Bäume. Die Neuen werden von Jahr zu Jahr teurer.

Zwischen dem Görlitzer Parkhotel und dem Neißeufer hat die Stadt vor kurzem insgesamt sechs neue Bäume gepflanzt.
Zwischen dem Görlitzer Parkhotel und dem Neißeufer hat die Stadt vor kurzem insgesamt sechs neue Bäume gepflanzt. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Sie fallen auf im Stadtgebiet, vor allem durch das helle, hölzerne Gerüst, das ihnen in den ersten Jahren den nötigen Halt gibt: Die neu gepflanzten Bäume. „Insgesamt haben wir im Dezember 43 Bäume im Stadtgebiet gepflanzt“, erklärt Steffen Leder, der im Rathaus dafür zuständig ist.

Besonders fällt das vielleicht deshalb auf, weil im Jahr zuvor gar nichts gepflanzt wurde – abgesehen von einem Baum im Park des Friedens, den ein privater Spender finanziert hatte, und einer Ausgleichsmaßnahme entlang der Straße zwischen Biesnitz und Schlauroth. „2019 war ansonsten kein Geld übrig“, begründet Leder. Aber glücklicherweise mussten damals auch kaum Straßenbäume gefällt werden, sodass gar nicht so viel Nachwuchs nötig war. Die meisten neuen Bäume nämlich werden gepflanzt als Ersatz für alte Bäume, die zuvor gefällt werden mussten.

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Neue Linden an der Südoststraße

Sehr viele der 43 neuen Bäume sind Linden: Allein zehn in der Südoststraße, weitere drei in der Biesnitzer- und eine in der Promenadenstraße. Doch auch im Stadtzentrum wachsen neue Linden, darunter vier vor dem Parkhotel am Neißeufer und eine fünfte an der Uferstraße. Im angrenzenden Uferpark sind zwei Silberweiden und eine Weißbirke hinzugekommen, auf der Neißewiese unterhalb der Stadthalle eine Schwarzerle und ein Bergahorn.

Die 43 Bäume kosten 33.500 Euro – inklusive der Pflege in den ersten drei Jahren. Zwei Familien haben insgesamt 665 Euro für zwei Blutbuchen im Kidrontal gespendet, alles andere musste die Stadt aus Eigenmitteln zahlen, sagt Leder.

Kosten pro Baum fast verdoppelt

Im Vergleich zu früheren Jahren werden die Baumpflanzungen immer teurer. 2016 wurden 63 Bäume gepflanzt, das kostete 25.000 Euro, 2017 waren es 41 Bäume für insgesamt 21.500 Euro und 2018 dann 50 Bäume für insgesamt 30.000 Euro. Die Kosten pro Baum stiegen von 400 Euro 2016 auf nun 780 Euro. Dafür gibt es viele Gründe, sagt Leder. Gestiegene Löhne und Lohnnebenkosten sind zu spüren, aber auch die deutlich höhere Nachfrage nach Bäumen aus dem Ausland. „Dadurch ist der deutsche Markt ziemlich leer gefegt“, so Leder. Zudem seien die Bewässerungskosten in den ersten drei Jahren gestiegen. Und jeder Baum sei anders. Manchmal müsse noch der alte Stubben weggefräst oder ein Bord gerichtet werden, manche Baumarten sind teurer als andere. Doch trotz der Kosten ist Leder froh, dass die 43 Bäume wie geplant gepflanzt werden konnten.

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