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Landkreis Görlitz: RKI meldet sinkende Inzidenz

Das Robert-Koch-Institut gibt den Wert am Feiertag nur noch mit 671 an. Das steht in komplettem Widerspruch zu den Landkreis-Zahlen.

Von Ingo Kramer
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Immer mehr Covid-19-Patienten müssen auf Intensivstationen behandelt werden.
Immer mehr Covid-19-Patienten müssen auf Intensivstationen behandelt werden. © Foto: Malteser/Stephanie Hänsch

Das Verwirrspiel um die Corona-Inzidenzen im Landkreis Görlitz geht weiter. Während der Kreis selbst seit Wochen steigende Zahlen meldet, sinken sie beim Robert-Koch-Institut (RKI) zwischenzeitlich immer mal wieder ab, um hinterher umso stärker anzusteigen.

So auch wieder an diesem Mittwoch: Das RKI meldet einen Abfall von 783,5 am Dienstag auf nur noch 671,3. Der Kreis selbst meldet an Wochenenden und Feiertagen keine aktuellen Zahlen mehr. Am Dienstag jedoch gab er die Inzidenz mit 1037,7 an und damit erstmals seit Beginn der Pandemie mit einem Wert über 1.000. Exakt 150 Menschen befanden sich am Dienstag in medizinischer Behandlung in Kliniken im Landkreis Görlitz, 17 davon benötigten eine intensivmedizinische Betreuung. 1.196 Einwohner sind bisher im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben.

Der Landkreis begründet die Abweichungen der eigenen und der RKI-Inzidenzen stets mit den unterschiedlichen Zeitpunkten der Auswertung. Plausibel erscheint das angesichts der stetigen Sprünge beim RKI allerdings nicht. Wahrscheinlicher ist, dass Daten teilweise verspätet an das RKI gemeldet werden.