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Görlitz-Tourismus erholt sich

Im Juli kamen mehr Gäste in die Neißestadt als im Vorjahr. Und sie blieben auch länger. Doch das Corona-Minus bleibt groß.

Monika Knechtel führt eine Gruppe Touristen durch die Altstadt von Görlitz.
Monika Knechtel führt eine Gruppe Touristen durch die Altstadt von Görlitz. © Nikolai Schmidt

Auch wenn die Entwicklung der Corona-Fallzahlen die Touristiker derzeit in große Sorge versetzt: Der Sommer ist für sie gut gelaufen. Das geht aus den Statistischen Monatszahlen hervor, die die Stadt Görlitz jetzt für den Juli veröffentlicht hat.

Demnach kamen im Juli 16.842 Gäste nach Görlitz und buchten 36.918 Übernachtungen. Das ist ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr (16.468 Gäste/34.293 Übernachtungen) und erst recht zum Juli 2018 (13.032 Gäste/26.152 Übernachtungen). Die durchschnittliche Auslastung der Betten im Juli stieg binnen zwei Jahren von 40 auf 50 Prozent. Ebenfalls positiv: Die Gäste bleiben im Durchschnitt länger, wenngleich nur ein bisschen: Im Juli 2018 waren es 2,0 Nächte, voriges Jahr 2,1 und nun 2,2.

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Ein dickes Minus bleibt

Doch auch der erfreuliche Juli kann das riesige Minus durch die erste Corona-Welle im Frühling keineswegs wettmachen. Das zeigt sich auch an den Gesamtzahlen für die Monate Januar bis Juli. Für dieses Jahr stehen 49.826 Gäste und 108.815 Übernachtungen zu Buche. Das liegt weit unter dem Vorjahr (83.861 Gäste/171.659 Übernachtungen) und dem Jahr 2018 (71.556 Gäste/146.875 Übernachtungen). Dadurch sank auch die durchschnittliche Auslastung der Betten von 36,2 Prozent im Vorjahr auf 24,7 Prozent dieses Jahr.

Für August sehen die Zahlen sogar noch besser aus als für Juli. Darüber informiert Anja Schließ von der Europastadt Görlitz Zgorzelec GmbH und beruft sich auf Zahlen vom Statistischen Landesamt Sachsen. Demnach kamen im August 18.517 Gäste nach Görlitz und buchten 41.061 Übernachtungen. Letzteres bedeutet ein Plus von 3,5 Prozent zum August 2019. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag – wie schon im Juli – bei 2,2 Nächten. „Insgesamt hatten wir von Januar bis August 29 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum“, sagt Anja Schließ.

Oberlausitz mit deutlichem Plus

Auch sachsenweit gibt der Sommer Hoffnung auf eine leichte Erholung der Branche. Darüber informiert Ines Nebelung von der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS). Nach ihrer Aussage erreichte Sachsen bei den Übernachtungen aus dem Inland im August ein leichtes Plus von einem Prozent. Die Oberlausitz kommt sogar auf ein Plus von 13,7 Prozent. Insgesamt gibt es aber auch sachsenweit ein deutliches Minus: Zwischen Januar und Ende August kamen demnach 3,3 Millionen Touristen nach Sachsen und buchten 9,2 Millionen Übernachtungen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei das ein Minus von 40 Prozent bei den Ankünften und 33 Prozent bei den Übernachtungen.

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