merken
PLUS Görlitz

Görlitzer Einwohnerzahl steigt wieder

Der März schließt mit einem Plus von 185 Menschen. Nach Monaten mit großen Verlusten ist das ein wichtiger Lichtblick.

Daniel Morgenroth, der neue Intendant des Gerhart-Hauptmann-Theaters in Görlitz und Zittau, ist nach Görlitz gezogen. Das ist am Ende auch für die Einwohnerstatistik gut.
Daniel Morgenroth, der neue Intendant des Gerhart-Hauptmann-Theaters in Görlitz und Zittau, ist nach Görlitz gezogen. Das ist am Ende auch für die Einwohnerstatistik gut. © Nikolai Schmidt

Die Vormonate waren schmerzlich in der Görlitzer Einwohnerstatistik: minus 83 im November, minus 241 im Dezember, minus 151 im Januar und minus 145 im Februar. Das macht einen Verlust von 620 Menschen innerhalb von vier Monaten.

Am Ende waren nur noch 56.315 Görlitzer übrig. Umso erfreulicher ist die Bilanz für März, die die Stadtverwaltung jetzt mit ihren statistischen Monatszahlen veröffentlicht hat: plus 185 Einwohner. Damit leben nun zumindest wieder exakt 56.500 Menschen in der Neißestadt.

Anzeige
Handwerk, das unbezahlbar ist!
Handwerk, das unbezahlbar ist!

Mit "Herz und Hand" heißt eine neue Kampagne im UnbezahlbarLand. Sie erklärt genau, warum Handwerker Motor und Rückgrat einer ganzen Region sind.

Übersterblichkeit wegen Corona

Doch wie kommt es, dass die Einwohnerzahl monatelang stark zurückging und nun doch wieder steigt? Ein Teil des Rückgangs – vor allem im Dezember und Januar – war auf die Übersterblichkeit infolge der Corona-Pandemie zurückzuführen – doch bei Weitem nicht der komplette Rückgang. Im Januar beispielsweise meldete die Stadt 78 Zuzüge und 149 Fortzüge. Im März sind 352 Zuzüge und 265 Fortzüge erfasst.

Eine wichtige Erklärung für die Zahlen sind statistische Effekte. „Für die Auswertung ist das Meldedatum und nicht das Ereignisdatum von Bedeutung“, erklärt Annerose Krause von der Kommunalen Statistikstelle im Rathaus. Anders gesagt: Für die Statistik ist es nicht wichtig, wann jemand geboren wird, stirbt, her- oder wegzieht – sondern, wann das Rathaus davon erfährt.

Spätere Meldungen sind möglich

Da An- und Ummeldungen während der Corona-Pandemie nicht dringend in dem gesetzlich vorgeschriebenen Zeitrahmen stattfinden mussten und zudem eingeschränkter Besucherverkehr in den öffentlichen Verwaltungen galt, wurden nachweislich im ersten Quartal 340 Zuzüge und 264 Fortzüge nachträglich erfasst, erklärt Annerose Krause. Diese Bevölkerungsbewegungen seien in den Monatsberichten von Januar bis März nicht abgebildet. „Deshalb sind auch Vorjahresvergleiche nur bedingt aussagefähig“, sagt sie.

Auch jetzt könnten noch weitere Bewegungen nachgemeldet werden. Eines aber werden sie wohl nicht mehr schaffen: Die Zahlen der vergangenen Monate nachträglich ins Plus zu ziehen. Dafür sind einfach zu viele Görlitzer im Winter gestorben. Für Januar bis März sind in der aktuellen Statistik 94 Geburten und 254 Todesfälle erfasst. Bei Zu- und Wegzügen (876 zu 858) hingegen sind die Zahlen fast ausgeglichen.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Görlitz