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Görlitz

Görlitzer SPD startet Plakataktion gegen Rassismus

Parteichef Harald Prause-Kosubek sieht in der Aktion eine traurige Notwendigkeit. Und damit steht er nicht allein.

Mit Plakaten wie diesem engagiert sich die SPD im Landkreis Görlitz gegen Rassismus.
Mit Plakaten wie diesem engagiert sich die SPD im Landkreis Görlitz gegen Rassismus. © Foto: SPD Kreisvorstand

„Menschenrassen gibt es nicht. Rassisten leider schon“ steht in weißen Lettern auf dem knallroten Plakat auf dem Görlitzer Marienplatz. Urheber ist in diesem Fall aber nicht etwa die Linkspartei oder die Linksjugend, sondern: die SPD.

Mit einer landkreisweiten Plakataktion beteiligt sich der Görlitzer SPD-Kreisverband an den internationalen Wochen gegen Rassismus, die in diesem Jahr noch bis zum 28. März stattfinden. Der Kreisvorsitzende und Bundestags-Direktkandidat der SPD, Harald Prause-Kosubek, sieht in der Plakataktion eine traurige Notwendigkeit: „Für uns ist es selbstverständlich, dass eine demokratische und solidarische Gesellschaft nur dann funktionieren kann, wenn wir allen Menschen mit Respekt begegnen – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Glauben oder ihrer sexuellen Identität. Die internationalen Wochen gegen Rassismus erinnern uns jedes Jahr aufs Neue daran, dass unser Kampf gegen Hass und Rassismus noch lange nicht vorbei ist. Gerade jetzt ist wichtiger denn je, dass wir gemeinsam füreinander einstehen.“

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Das ist ein weiteres Plakatmotiv – in diesem Fall sogar mit ein paar Eiern dekoriert.
Das ist ein weiteres Plakatmotiv – in diesem Fall sogar mit ein paar Eiern dekoriert. © Foto: SPD Kreisvorstand

Mit Texten wie „Die Lausitz ohne Vielfalt ist wie Ostern ohne Eier“ greifen die Plakate die Thematik mit lockeren Sprüchen auf. Der Hintergrund ist jedoch mehr als ernst. Karin Mohr, ebenfalls Vorsitzende der SPD im Kreis Görlitz, erklärt: „Die Anschläge in Halle 2019 und vor einem Jahr in Hanau haben auch uns tief erschüttert. Mit unserer Plakataktion wollen wir zeigen, dass Hass und Hetze in unserer Heimat keinen Platz haben. Die Lausitz ist bunt und vielfältig – genau wie ihre Bewohner.“

Die Vereinten Nationen haben bereits 1966 den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung der Rassendiskriminierung“ ausgerufen. Das Datum geht zurück auf die blutige Niederschlagung einer friedlichen Demonstration gegen die Apartheidpolitik im südafrikanischen Sharpeville am 21. März 1960. Damals demonstrierten rund 20.000 Menschen gegen die diskriminierenden Passgesetze. Die Polizei erschoss 69 Demonstranten, mindestens 180 wurden verletzt. Das Blutbad ging als Massaker von Sharpeville in die Geschichte ein.

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