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Eigentum verpflichtet

SZ-Redakteur Ingo Kramer kommentiert, warum die Aktivitäten von Thamm & Partner in Görlitz endlich Fahrt aufnehmen sollten.

© Nikolai Schmidt

Keine Frage: Thamm & Partner haben in Görlitz schon viel Gutes geleistet. Zehn hochwertig sanierte Altbauten sind eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Dafür sind ungefähr zehn Millionen Euro geflossen, rund 100 Haushalte haben schicke Wohnungen gefunden und Görlitz ist wieder ein Stück schöner geworden. Das verdient Hochachtung.

Doch leider ist das nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite stehen 30 unsanierte Häuser, bei denen teilweise die Dächer gesichert sind, teilweise auch nicht. Firmenchefin Angela Thamm kündigt jetzt zahlreiche weitere Maßnahmen an, einige Sicherungen, aber auch fünf bis sieben Häuser, die innerhalb der nächsten Jahre saniert werden sollen. Es wäre schön, wenn das so käme.

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Die Begründung ist nicht plausibel

Allerdings ist Skepsis geboten – vor allem, weil aktuell keine Baustelle läuft. Die Begründung, dass sich keine Gerüstbaufirmen finden, ist nicht plausibel. Jedenfalls nicht langfristig. Von heute auf morgen findet sich tatsächlich keine Firma, das mag sein. Aber mit ein paar Monaten Vorlauf sollte das möglich sein. Das beweisen all die anderen Bauherren, die momentan ihre Häuser sanieren. In der Bismarckstraße stehen aktuell zum Beispiel gleich drei Gerüste – nur nicht am Haus von Thamm & Partner. Dort steht lediglich eine Gehweg-Absperrung.

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Dabei gilt für die Berliner, was für alle Eigentümer gilt: Eigentum verpflichtet. Jetzt kann man nur hoffen, dass Angela Thamm die Ankündigungen ihrer Sicherungen und Sanierungen so schnell wie möglich in die Tat umsetzt. Man sollte sie nicht vorverurteilen. Aber man darf sie in zwei, drei Jahren an ihren Taten messen.

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