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Wir müssen das Beste draus machen

SZ-Redakteur Ingo Kramer schaut zum Jahreswechsel noch einmal auf das alte Jahr zurück und wagt einen Blick nach vorn.

© nikolaischmidt.de

„Ich hoffe, Du kommst gut durch diese bescheuerte Zeit“, schrieb mir neulich ein Bekannter. Besser hätte ich’s nicht formulieren können. Trotz vieler kleiner Lichtblicke, trotz freudiger Momente hier und da: 2020 war insgesamt kein schönes Jahr. Für die, die erkrankt sind oder in Quarantäne mussten, am Allerwenigsten. Doch selbst für alle anderen nicht: Einschränkungen überall. Fast alles, was Spaß macht, ist derzeit verboten.

Doch dafür ist niemandem ein Vorwurf zu machen. Auch nicht der Politik. Kein Politiker hat Erfahrungen mit Pandemien. Stattdessen können Politiker auch nur auf Experten hören, entsprechende Entscheidungen treffen, schauen, was passiert, und dann eben nachsteuern. Viele Entscheidungen im Laufe des Jahres waren gut, andere kamen zu spät, wieder andere waren deutlich überzogen. Und vermutlich wird kein Politiker behaupten, dieses Jahr alles richtig gemacht zu haben. Stattdessen stochern die Entscheidungsträger doch auch nur im Nebel.

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2021 wird nicht gut beginnen

Auch 2021 wird nicht gut beginnen, trotz des Impfbeginns wird uns der Lockdown bis Ende März erhalten bleiben, da bin ich mir recht sicher. Es kommt jetzt darauf an, das Beste aus der Situation zu machen. Und das Beste ist in meinen Augen ein gesunder Kompromiss aus Kontakte reduzieren, Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten auf der einen Seite und trotzdem nicht in Angst und Panik verfallen auf der anderen Seite.

Wenn wir gesund sind, dann geht es uns ja auch jetzt noch gut: Wir haben genug zu essen, wir haben warme Wohnungen, die meisten haben keine wirtschaftliche Not und wir können jeden Tag rausgehen. All das ist nicht auf der ganzen Welt selbstverständlich, aber ich halte es für sehr, sehr wichtig. Und: Wir können nicht nur rausgehen, wir sollten es auch. Möglichst viel und lange. Aber eben nur allein, zu zweit oder mit den eigenen Mitbewohnern. Bewegung an frischer Luft ist für alle Altersgruppen wichtig, gerade jetzt. Das zu verbieten, so wie in einigen Ländern schon im Frühling geschehen, ist wirklich kontraproduktiv.

Hoffnung auf den Frühling

Hoffen wir, dass sich die Lage ab April dauerhaft entspannt. Und bleiben wir bis dahin möglichst gesund, aktiv, optimistisch und halbwegs gelassen. Wenn uns das gelingt, dann kommen wir auch gut durch diese bescheuerte Zeit.

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