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Das war dann wohl nichts

SZ-Redakteur Ingo Kramer kommentiert, warum die Zukunft der Stadtrundfahrten-Busse derzeit alles andere als rosig aussieht.

© Pawel Sosnowski/80studio.net

Um es gleich vorwegzunehmen: So, wie es voriges Jahr lief, konnte es nicht weitergehen. Viele Unternehmen boten Stadtrundfahrten an – zu viele für die bisherigen Standplätze am Obermarkt. Deshalb brauchte es eine neue Regelung – schon allein wegen des großen Görliwood-Busses, der auf den vorhandenen Standplätzen keinen Platz hatte. Insofern war es völlig richtig, sich über eine Neuordnung Gedanken zu machen.

Doch das, was rausgekommen ist, ist Murks. Oder, drastischer formuliert: Die Ausschreibung ist gescheitert, denn die meisten Anbieter sind verärgert. Und damit ist an dieser Stelle noch nicht einmal der Kutscher gemeint, der sich aus anderen Gründen aus Görlitz zurückgezogen hat. Die Stadträte haben auch die anderen Anbieter gegen sich aufgebracht. Und das ausgerechnet im Corona-Jahr, in dem bisher keine Stadtrundfahrten möglich sind und in dem deshalb vorerst sämtliche Einnahmen weggebrochen sind.

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Firmen hatten keine Wahl

Jetzt ist der eine sauer, weil er keinen Stellplatz abbekommen hat, und die anderen, weil ihre Plätze so teuer sind, dass sie Sorge haben, ob es sich wirtschaftlich überhaupt noch lohnt. Beworben haben sie sich trotzdem. Aber: Was für eine Wahl hatten sie denn?

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Sinnvoller wäre es wohl gewesen, das meiste so zu lassen, wie es all die Jahre funktioniert hat. Mit einer Änderung wäre es vielleicht schon getan gewesen: Für den Görliwood-Bus brauchte es einen zusätzlichen Platz. Der hätte ganz einfach vor der Staatsanwaltschaft angelegt und dem Busbetreiber angeboten werden können. Der Bus ist so groß, dass er weithin sichtbar ist. Dann hätten alle anderen auf ihren angestammten Plätzen bleiben können und wären zufrieden gewesen. Vielleicht wäre das ja die Lösung für 2022?

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