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Kreis Görlitz macht mit Wald Minus

Bäume haben Schäden davongetragen, die Holzpreise sind im Keller - das macht sich auch in zwei Jahren noch bemerkbar.

Eine vom Borkenkäfer befallene Fichte im Wald zwischen Kodersdorf und Königshain: Der Kreis macht derzeit Minus beim Holzgeschäft.
Eine vom Borkenkäfer befallene Fichte im Wald zwischen Kodersdorf und Königshain: Der Kreis macht derzeit Minus beim Holzgeschäft. © Nikolai Schmidt

Stürme, Dürre, Borkenkäfer - sie haben den Wäldern im Landkreis in der jüngeren Vergangenheit heftig zugesetzt. Das macht sich natürlich auch wirtschaftlich bemerkbar. Der Holzmarkt unterliegt einem Preisverfall, und der kreiseigene Wald wird zum Minusgeschäft.

Statt erwarteten etwa 60 Euro pro Festmeter wird für das geschlagene Holz nur etwa ein Drittel erzielt, hieß es während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses des Kreistages in Görlitz. Wie sich die Situation in Zukunft entwickle, sei noch nicht abzusehen. Fest steht allerdings: Der Wald muss umgebaut werden: Eichen statt Kiefern ist das Motto.

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Der Landkreis Görlitz ist Eigentümer von 516 Hektar Wald. Die Planung, was und wie darin zu geschehen hat, läuft in einer Zehn-Jahres-Planung der Forsteinrichtung. Die Derzeitige startete 2017. Daraus leiten sich die Wirtschaftspläne ab. Von der ursprünglichen Planung weichen die von 2020 bis 2022 allerdings nun deutlich ab.

Weniger Holz geschlagen, als geplant

Nur 34 bis 45 Prozent der ursprünglich geplanten Holzmenge wird eingeschlagen. Und dabei handelt es sich vorwiegend um Maßnahmen zum Schutz des Waldes, das heißt, Bäume, die vom Borkenkäfer befallen wurden, müssen raus. Dieses Holz erzielt dann aber auch nicht den erhofften Gewinn. Deshalb macht der Kreis mit seinem Wald zumindest bis 2022 Minus.

Wie genau das aussieht, wurde jetzt den Kreisräten im Technischen Ausschuss vorgerechnet. 3.187 Euro sind es in diesem Jahr, 3.130 Euro im kommenden und im Jahr 2022 knapp 5.000 Euro. Dabei handele es sich ausschließlich um Unternehmer- und Sachkosten. Die Personalkosten von jährlich etwa 2.000 Arbeitsstunden der Waldarbeiter, die für den Kreis beschäftigt sind, sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses des Kreistages nahmen die Zahlen jetzt zur Kenntnis - und gaben der jährlichen Wirtschaftsplanung für die kreiseigenen Waldflächen grünes Licht, einstimmig.

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