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Kreis rechnet mit Ausbreitung der Schweinepest

Der Kreistag beschloss ein 1,5 Millionen Paket zur Bekämpfung und hofft auf eine stärkere Zusammenarbeit mit Polen. Die gibt es bisher nicht.

Zaunbau gegen die Afrikanische Schweinepest: Aufgehalten wird sie damit wohl aber nicht.
Zaunbau gegen die Afrikanische Schweinepest: Aufgehalten wird sie damit wohl aber nicht. © Lausitznews, Christoph Lohse

Schwieriger und komplexer zu bekämpfen als Corona - so fasst der stellvertretende Amtstierarzt Udo Mann im Kreistag die Situation zur Afrikanischen Schweinepest im Kreistag Görlitz am Mittwochabend zusammen. Die Krankheit breitet sich aus. "Über kurz oder lang wird das gefährdete Gebiet mit dem in Brandenburg zusammenwachsen", sagt Udo Mann.

Bisher wurden im Kreis 292 Wildschweine auf die Schweinepest untersucht. 75 davon wurden positiv getestet. Derzeit liegt die Grenze des gefährdeten Gebietes an der Autobahn. "Noch", sagt der stellvertretende Amtstierarzt. Die Zahl der Funde wird sich mit dem März erhöhen, so Udo Mann.

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105 Kilometer fester Zaun sind inzwischen gebaut, hinzu kommen etwa 40 an der Autobahn. Weiterer Zaunbau ist geplant, am Ende sollen es etwa 230 Kilometer sein. Ein mobiler Elektrozaun geht inzwischen bis in Richtung Zittau, 110 Kilometer lang.

"Wir sind darum bemüht, dass das Land Sachsen die Kosten für die Zäune übernimmt", sagt Landrat Bernd Lange.

Noch keine gemeinsame Strategie mit Polen

Er sieht vor allem die Zusammenarbeit mit Polen als einen Knackpunkt. "Polen hat seine Strategie, mit der Schweinepest umzugehen, wir haben unsere", sagt er. Bisher gebe es aber keine gemeinsame. Das müsse sich ändern. Er hoffe, bis Mai ein gemeinsames Arbeitsteam auf die Beine stellen zu können.

Personell sei seine Mannschaft wegen des betriebenen Aufwandes an der Grenze, sagt Udo Mann. Die geografische Lage im betroffenen Bereich sei schwierig, etwa mit der Heide- und Teichlandschaft, mit dem Truppenübungsplatz.

"Deutschland sollte sich auf eine Welle gefasst machen", sagt Udo Mann mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest. Und: "Wir werden sie an dieser Stelle nicht aufhalten können."

Der Kreistag stimmte am Mittwoch einem 1,5-Millionen-Euro-Paket zu, das der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest dient.

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