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Görlitz
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Görlitz bekommt seine eigene Monopoly-Version: Welche Straßen sollen dabei sein?

Der Brettspiel-Klassiker Monopoly erscheint in einer Görlitz-Variante. Die Görlitzer können über die Gestaltung mitentscheiden. Wie das geht.

Von Moritz Schloms
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Mr. Monopoly in Görlitz.
Mr. Monopoly in Görlitz. © Martin Schneider

Um den Georgsbrunnen auf dem Görlitzer Obermarkt bildet sich eine Traube von Menschen. Mehrere Senioren ziehen ihre Telefone und knipsen Bilder. Die Hauptattraktion ist an diesem Mittwochvormittag aber nicht der Brunnen selbst, sondern Mr. Monopoly, der sich daneben in Pose wirft. Was hat es damit auf sich?

Mitgebracht hat den Monopoly-Mann Florian Freitag. Er ist der Chef der Zwickauer Werbeagentur, die hinter dem neuen Monopoly-Spiel steht. Das funktioniert so: Seit Jahren bringt die Firma in Zusammenarbeit mit der Firma Hasbro, der die Rechte am Spiel gehören, regionale Editionen des Brettspiel-Klassikers heraus. So gibt es unter anderem schon ein Monopoly Lausitz, eins für die Sächsische Schweiz, auch das Erzgebirge ist vertreten.

Die Görlitz-Version soll erst Ostern nächstes Jahr im Handel sein und wird knapp 50 Euro kosten. Jetzt geht es erstmal um die Gestaltung des Spiels und da haben die Görlitzer ein ordentliches Wörtchen mitzureden.

Florian Freitag stellt sich das so vor: "Es können alle Straßen und Sehenswürdigkeiten, die es in Görlitz gibt, eingereicht werden." Denn die Straßen, auf denen man im Monopoly-Spiel Häuser und Hotels bauen kann, werden natürlich nach den Görlitzer Originalen benannt. Doch die Görlitzer können noch mehr Einfluss auf das Spiel nehmen: Auch die Ereignis- und Gemeinschaftskarten sollen regionalisiert werden.

Das gilt auch für die Bahnhöfe. Vier Bahnhöfe kann Görlitz natürlich nicht aufbieten, jedoch muss der Bahnhof kein Bahnhof sein, erklärt Florian Freitag. "Bei den Bahnhöfen machen wir es meistens so, dass wir dann Sehenswürdigkeiten oder Ausflugsziele nehmen. In Görlitz gibt es ja genug zu sehen, was man verwenden könnte." Er nennt das Kaufhaus oder die Peterskirche.

Es gibt schon ein Monopoly in der Lausitz-Variante. Jetzt kommt Görlitz hinzu.
Es gibt schon ein Monopoly in der Lausitz-Variante. Jetzt kommt Görlitz hinzu. © Martin Schneider

Wie sich Vorschläge für das Görlitz-Monopoly einreichen lassen

Nun beginnt die Frist für die Vorschläge. Bis zum 31. Juli können die Görlitzer ihre Ideen über die dafür eingerichtete Webseite goerlitz-spiel.de oder die Facebook-Seite Monopoly Görlitz einreichen.

Danach werden Florian Freitag und sein Team die Vorschläge prüfen. "Wir checken natürlich, dass es die Straßen und Orte wirklich gibt", sagt er. Manche reichten auch Quatsch ein. Danach wird es online eine Abstimmung über die Vorschläge geben. Dieses läuft bis zum 31. August.

Eine der großen Frage: Welcher Görlitzer Ort wird die Schlossallee. Im Spiel Monopoly ist das die teuerste Straße, auf der die Spieler nicht unbedingt landen wollen, wenn ein Mitspieler dort schon seine Häuser oder Hotels gebaut hat. Dann wird nämliche eine saftige Miete fällig. "In der Regel werden die bekanntesten Orte zur Schlossallee und Parkstraße gemacht", sagt Freitag. In Görlitz könnten das dann Ober- und Untermarkt werden. Aber das entscheiden die Görlitzer mit ihrer Stimme.

Worin unterscheiden sich Monopoly Görlitz und Lausitz

Die Lausitz-Edition des Monopoly-Spiels, die 2022 erschien, war ein Erfolg. 10.000 Brettspiele verkaufte die Firma damit, teilte ein Pressesprecher mit. Doch worin unterscheidet sich die Lausitz-Variante von der Görlitz-Edition?

Pressesprecher Christian Wobst sagt: "Die Monopoly Lausitz Edition ist eine Regionaledition, die Monopoly Görlitz Edition eine Stadtedition."

In der Lausitz-Variante belege Görlitz lediglich ein Feld der 22 möglichen Felder. Görlitz entspricht dort der Bahnhofsstraße aus dem Originalspiel. Parkstraße und Schlossallee sind in der Lausitz-Variante Cottbus und Bautzen.