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Brand zerstört Wohnung völlig

44 Kameraden löschten in Rothenburg schnell das Feuer. Die 75-jährige Mieterin sowie alle anderen in dem Altneubau kommen mit dem Schrecken davon.

Alle Rothenburger Ortswehren sind in den Mittagsstunden des 4. Advent zu einem Wohnungsbrand An der Bahn alarmiert worden.
Alle Rothenburger Ortswehren sind in den Mittagsstunden des 4. Advent zu einem Wohnungsbrand An der Bahn alarmiert worden. © FFw Rothenburg

Es sollte ein ruhiger und besinnlicher vierter Advent werden. Für eine Rothenburgerin und ihren ebenfalls in der Stadt wohnenden Lebensgefährten. Aber eine Unaufmerksamkeit oder Unachtsamkeit ließ den Sonntag in einer Katastrophe enden.

Auf einmal stand die Küche in Flammen. Wie das passieren konnte, darüber sind sich die beiden Betroffenen auch am Tag danach noch nicht einig darüber, erzählt ein Familienangehöriger am Montag. Ihm ist wichtig, dass die beiden Senioren unverletzt sind und das Feuer nur materiellen Schaden verursacht hat, wenn auch großen. Seine Erkenntnis: Hätte die Wohnung einen Feuerlöscher gehabt und wäre dieser benutzt worden, dann hätte es einen viel kleineren Schaden nur gegeben.

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Denn es dauert einige Minuten, bevor die Ortsfeuerwehren von Rothenburg und aus den Ortsteilen die Straße An der Bahn und damit ihren Einsatzort erreicht haben. Am Sonntag, um 11.40 Uhr, sind sie zu dem Brand in einem der Wohnblöcke ausgerückt. Wie Stadtwehrleiter Torsten Jukel berichtet, sind alle fünf Ortswehren mit ihren Einsatzfahrzeugen sowie die Stadtwehr alarmiert worden. Insgesamt 44 Kameraden. "Das ist eine beachtliche Zahl und zeigt, dass die Feuerwehren unserer Ortsteile sehr gut funktionieren", lobte Jukel die Einsatzbereitschaft nach dem gelöschten Brand.

Brennende Küche und viel Rauch

Den Feuerwehrleuten bot sich eine brennende Küche und viel Rauch, der aus der Wohnung quoll. "Der Brand wurde mittels eines C-Rohres schnell gelöscht. Ebenso die Belüftung des Gebäudes funktionierte mittels Hochleistungslüfter schnell und reibungslos", erklärt Jukel die Löscharbeiten. Froh sind die Kameraden, dass bei diesem Ereignis niemand verletzt wurde. Nach gut 90 Minuten war der Einsatz für die Kameraden beendet. Ebenfalls vor Ort waren Rettungssanitäter. Sie kümmerten sich nicht nur um die 75-jährige Mieterin und ihren Bekannten, auch um die anderen Hausbewohner. Sie wurden durch Rauchgasvergiftung nicht verletzt. Die Polizei nahm ihre Ermittlungen zur Brandursache auf.

Am Montag wurde begonnen, die Wohnung auszuräumen. Der Ruß ist in alle Ecken und Winkel gezogen, hinzu kommt der Wasserschaden durch das Löschen. Betroffen davon ist aber nur die Wohnung und die darunterliegenden Kellerräume. Laut Polizei blieben die übrigen Wohnungen in dem Aufgang vom Brand unversehrt, konnten die Mieter nach den Löscharbeiten wieder zurück in ihre Wohnungen. Anders sieht es mit der betroffenen Mieterin aus. Ihre vier Wände sind unbewohnbar geworden, das gleiche gilt für das Inventar. Die Geschädigte ist am Sonntag noch bei ihrem Lebenspartner in seiner Wohnung in Rothenburg untergekommen.

Schaden beträgt 20.000 Euro

Den entstandenen Totalsachschaden in der Wohnung schätzt die Polizei auf etwa 20.000 Euro, zumal die Küche komplett zerstört ist. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand geht sie bei dem Brand von einer technischen Ursache aus. Genauere Untersuchungen laufen aber noch. Gestern haben Angehörige der Seniorin begonnen, die Wohnung leer zu räumen. Danach muss sie neu vorgerichtet werden. Vermieter der Neubaublöcke An der Bahn ist die Wohnungsbaugenossenschaft Oberlausitz mit Sitz in Löbau.

Für die Rothenburger Feuerwehrleute ist der Brand bereits der 46. Einsatz in diesem Jahr. Allein im Dezember stehen bisher sechs Alarmierungen zu Buche. Dabei mussten die Kameraden zweimal Tragehilfe für den Rettungsdienst in Uhsmannsdorf und Rothenburg leisten. Bei einem Unfall zwischen Lodenau und Steinbach waren auslaufende Betriebsstoffe aus einem Pkw zu beseitigen, und zweimal ertönten Brandmeldeanlagen. In Lodenau war es nur ein Fehlalarm, in Rothenburg löste beim Kochen entstehender Wasserdampf den Alarm aus. Umso mehr wünschen sich die Feuerwehrleute im Ehrenamt, dass es für sie ein ruhiges Weihnachten einschließlich Jahreswechsel wird.

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