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Mehr Sicherheit für Radler vom Berzi

Eine Nebenstraße in Görlitz-Weinhübel wurde für sie zur Gefahr. Das ändert die Stadt jetzt.

Die Posottendorfer Straße in Weinhübel ist kurz vor der Einmündung in die Zittauer Straße recht eng. Parken wie hier auf der rechten Seite Autos, wird es zu eng für Begegnungsverkehr mit Radfahrern.
Die Posottendorfer Straße in Weinhübel ist kurz vor der Einmündung in die Zittauer Straße recht eng. Parken wie hier auf der rechten Seite Autos, wird es zu eng für Begegnungsverkehr mit Radfahrern. © Foto: Ingo Kramer

Gerade noch einmal gut gegangen! Doch Horst Milde* schüttelt den Kopf: „Jedes Mal, wenn ich mit dem Auto hier langfahre, habe ich Angst, einen Radfahrer, der schnell um die Ecke kommt, frontal aufzugabeln.“

Hier lang, das ist die Posottendorfer Straße in Altweinhübel, wo Milde wohnt. Fährt er in Richtung Zittauer Straße, hat er kurz vor der Einmündung in die Bundesstraße ein Problem: Auf der rechten Fahrbahn parken neuerdings oft Autos. Also muss er auf die linke Fahrbahn ausweichen. Dort aber kommen oft Fahrradfahrer aus Richtung Berzdorfer See, die auf dem Neiße-Radweg nach rechts in die Posottendorfer Straße abbiegen. Die sehr nah an der Straße stehende Gaststätte versperrt den Radfahrern die Sicht. So können sie Autofahrer wie Horst Milde nicht sehen – beziehungsweise erst in dem Moment, in dem es zu spät und ein Aufprall nicht mehr zu verhindern ist. „Ein Parkverbot würde das Problem lösen“, schlägt Milde im Gespräch mit der Sächsischen Zeitung vor.

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Zahl der parkenden Autos hat zugenommen

Die SZ hat das Problem an die Stadtverwaltung weitergegeben. Die reagiert ganz schnell, hat sich die Sache schon am nächsten Tag vor Ort angesehen. „Durch die Sanierungen und den Neubau auf den Grundstücken hat hier auch die Zahl der parkenden Autos in den vergangenen Jahren zugenommen“, sagt Rathaussprecherin Juliane Zachmann. Um die mögliche Behinderung an der Einmündung in die Zittauer Straße zu unterbinden, werde voraussichtlich noch in diesem Monat ein Parkverbotschild angebracht, das das Einordnen und den Begegnungsverkehr verbessern soll.

Betriebshof montiert Schild demnächst

Hängt das Schild, darf nicht länger als drei Minuten gehalten werden, ausgenommen zum Ein- und Aussteigen oder zum Be- und Entladen. Der Städtische Betriebshof soll das Schild an einem Laternenmast montieren. Von da sind es etwa 16 Meter bis zur Einmündung. Damit das Schild zu sehen ist, mussten Anlieger auf Hinweis der Stadt jetzt einen Strauch auf ihrem Grundstück stark zurückschneiden.

Horst Milde freut sich über die schnelle Reaktion der Stadt. „Bisher ist zum Glück kein Unfall passiert“, sagt er. Das soll auch so bleiben.

* ... Name auf Wunsch geändert

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