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Lippi kommt mit Honecker-Auto nach Görlitz

Am Sonnabend startet die DDV-Rallye durch Sachsen, mit Ost-Prominenz. In Görlitz geht es über zwei Brücken.

Die 9. Rallye Elbflorenz: Wolfgang "Lippi" Lippert fährt in einer Honecker-Limousine mit.
Die 9. Rallye Elbflorenz: Wolfgang "Lippi" Lippert fährt in einer Honecker-Limousine mit. © Martin Schumann

Es ist eine erstaunliche Parallele: 2019 kam Wolfgang "Lippi" Lippert nach Görlitz und trällerte mit Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Kulturbrauerei "Erna kommt". Und nun kommt er wieder. Also der Lippi. Und nicht, um mit seinem Auftritt wie damals den Wahlkampf zur Landtagswahl anzuheizen. Er heizt anders. Staatsmännisch. Und muss wohl auf seinen damaligen Duettpartner verzichten.

Denn Wolfgang Lippert nimmt mit einer Staatskarosse der DDR-Führung, einem echten Erich-Honecker-Mobil, an der DDV-Rallye am Sonnabend teil, schon zum wiederholten Mal. Die führt dieses Jahr unter anderem quer durch die Oberlausitz. 222 Teilnehmer haben sich angemeldet, erklärt Eric Pflug von der DDV Sachsen GmbH, die das Event organisiert. Sie starten ab 8 Uhr an der Radeberger Brauerei und fahren dann einmal durch die Oberlausitz über eine 315 Kilometer lange Strecke. Bedingung für die Anmeldung war, dass das Auto ein Oldtimerkennzeichen hat, also mindestens 30 Jahre alt sein muss. "Da wird die ganze Bandbreite an Modellen und Typen dabei sein", so Eric Pflug. Sogar Autos aus dem Baujahr 1926 sind mit von der Partie.

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Aller 30 Sekunden startet ein Fahrzeug in Radeberg am Startpunkt, dann geht es über Bischofswerda nach Löbau und Görlitz, über Zittau und das Zittauer Gebirge über das Oberland zurück nach Dresden. Unterwegs nehmen die Teilnehmer viele kulturelle Höhepunkte mit. "Das ist uns wichtig, die Städte an der Strecke da auch mit einzubeziehen", sagt Eric Pflug. "Wir wollen den Fahrern neue Strecken zeigen und neue Landschaften." Und man wolle auch Möglichkeiten bieten, wo man sonst gar nicht lang fahren kann.

Letztlich ist es aber auch ein Wettbewerb. An der Strecke gibt es neben 16 Stempelstellen, wie eben auf dem Zittauer Markt oder am Oybin auch einige Wertungsprüfungen. Zu gewinnen gibt es für die Teilnehmer auch etwas: Das Fahrerteam mit den meisten Punkten bekommt jeweils eine Glashütte-Uhr in einer Sonderedition. Zudem wird das DDV-Event von vielen weiteren Sponsoren unterstützt.

Auch die Kommunen entlang der Route tragen einen großen Teil zum Gelingen der Veranstaltung bei, etwa durch Ausnahmegenehmigungen für das Befahren kleiner Nebenstraßen und andere Highlights.

Für die Zuschauer an der Strecke soll es vor allem ein optisches Spektakel sein. So gibt es auch zwei Punkte, an denen die Fahrer eine Pause machen und die Autos mal eine Weile auf dem Platz stehen und in Ruhe angeschaut werden können. Das wird in Görlitz auf dem Obermarkt der Fall sein, wo die Fahrer eine Mittagspause einlegen. Am Trixi-Park in Großschönau ist dann am Nachmittag Kaffeepause.

Von etwa 10.50 bis 13 Uhr kommen die Oldtimer nach Görlitz. Sie fahren über die Stadtbrücke nach Zgorzelec über Promenade und zurück über die Altstadtbrücke mit Empfang durch die beiden Bürgermeister der Europastadt und Schirmherren der Veranstaltung Octavian Ursu und Rafał Gronicz. Auf dem Obermarkt ist Mittagspause, dort werden die Teilnehmer etwa eine Stunde mit ihren Autos stehen in der Zeit von 11.15 bis 14 Uhr.

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