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Schnee und Wind erwischen Autofahrer eiskalt

Auf der Autobahn Görlitz-Dresden kam es am Dienstag zum Verkehrschaos. Im Kreis und in der Stadt Görlitz nicht. Was wir bislang wissen.

Starke Wintersturm- und Schneeverwehungen, Schneefall und extrem glatte Straßen sorgen derzeit für Chaos auf den Straßen.
Starke Wintersturm- und Schneeverwehungen, Schneefall und extrem glatte Straßen sorgen derzeit für Chaos auf den Straßen. © Danilo Dittrich

Wer am Dienstagvormittag aus dem Kreis Görlitz nach Dresden oder pendeln wollte, hatte ganz schlechte Karten. Schnee, Verwehungen und Glätte sorgten für ein Verkehrschaos. Es begann bereits am frühen Morgen mit einem Lkw-Unfall zwischen Pulsnitz und Ottendorf-Okrilla. Ein Sattelzug geriet ins Schleudern, kollidierte mit der Leitplanke und kam quer auf der Fahrbahn zum Stillstand. Verletzt wurde niemand, der Verkehr staute sich, die Autobahn war dicht.

Mit hängengebliebenen Lastern auf schneebedeckter Fahrbahn am Burkauer Berg nahm das Unheil seinen weiteren Lauf. "Viele der Sattelzüge waren noch mit Sommerreifen unterwegs", heißt es von der Polizei. Und: Anstatt hintereinander zu bleiben wollte jeder Lkw-Lenker eine andere Fahrbahn nutzen. "Alle Spuren waren dadurch blockiert", so die Polizei.

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In Salzenforst war auf der Autobahn Endstation

Die Autobahnpolizei war mit Unterstützung anderer Reviere und dem Technischen Hilfswerk entlang der Autobahn unterwegs. Noch fahrbereite Fahrzeuge wurden nach und nach von der Autobahn abgeleitet. Winterdienstfahrzeuge kamen zum Einsatz. Aber auch auf umliegenden Landstraßen waren bereits mehrere Lkw wegen der Glätte stehen geblieben.

Der Verkehr aus Richtung Görlitz wurde schließlich an der Abfahrt Salzenforst abgeleitet. Der Stau verlagerte sich zwischenzeitlich gen Osten, zwischen Weißenberg und Salzenforst. Auch hier standen Lkw quer.

Schwer Verletzter nach Unfall in Schlauroth

So schlimm wie auf der Autobahn war - trotz Schnee und Verwehungen - die Situation im Kreis Görlitz nicht. Ein schwerer Unfall ereignete sich am Vormittag im Görlitzer Ortsteil Schlauroth. Auf der glatten, verreisten Schlaurother Straße kam ein Pkw von der Fahrbahn ab, rutschte in einen Graben und überschlug sich mehrfach. Der Fahrer wurde dabei schwerverletzt und kam in ein Krankenhaus. Die Straße musste komplett gesperrt, das Fahrzeug geborgen werden.

"Insgesamt hielt sich das Unfallgeschehen im Kreis Görlitz aber in Grenzen", sagt Polizeisprecherin Franziska Schulenburg. Allerdings wurden mehrere Personen leicht verletzt und es kam zu Blechschäden. Gegen Mittag fuhr ein Pkw in Diehsa gegen einen Mast, verletzt wurde niemand. Gleich drei Verletzte gab es wenig später auf der S 111 zwischen Kunnerwitz und Friedersdorf. Hier war ein Pkw von der Fahrbahn abgekommen. Ähnliches passierte in der Kunnersdorfer Senke, wiederum etwas später gegen 14.30 Uhr. Eine Person wurde verletzt.

Mehrere leicht Verletzte und Blechschäden

Glimpflich kam der Süden des Landkreises gestern davon. Die Polizei meldete bis zum Nachmittag nur einen witterungsbedingten Unfall. Ein Pkw war aus Richtung Oppach auf der Löbauer Straße nach Beiersdorf unterwegs und kam von der Fahrbahn ab. Verletzt wurde niemand.

Aus Sicht des Landkreises hatten die vier Straßenmeistereien von Weißwasser, Niesky über Lawalde bis Zittau die Situation am Dienstag im Griff. Der Winterdienst habe gut funktioniert, so Kreissprecherin Susanne Lehmann. "Alle vier Straßenmeistereien des Landkreises Görlitz waren ab 3 Uhr morgens mit insgesamt 27 Fahrzeugen im Einsatz", sagt sie.

Winterdienst war ab 3 Uhr im Einsatz

In der Kreisstadt Görlitz selbst gab es beim Winterdienst gar keine Probleme. Beauftragt ist hier die Firma SKS Straßendienst- und Kommunalservice GmbH. "Wir sind früh 3 Uhr mit allen Mann raus zum Vorstreuen", sagt SKS-Chef Robby Schönfelder. Nach 7 Uhr, nach dem Frühstück, startete dann die zweite Runde. "Ab und zu mussten wir das Schiebeschild herunterlassen, dass war es dann aber auch", sagt Robby Schönfelder. Aber es habe ja auch keine Schneemassen gegeben.

"Wichtig ist: Die Technik läuft, Salz ist ausreichend da. Alles ist gut", so der SKS-Chef.

Das Chaos auf der Autobahn war dagegen erst am späteren Nachmittag in den Griff zu bekommen und eine Normalisierung in Sicht. Wie viele Fahrzeuge insgesamt betroffen waren, konnte die Polizei am Dienstag noch nicht sagen. Bei einigen der Laster kam es zu technischen Problemen, einigen ging der Sprit aus. Während es auf der Autobahn zum Winterchaos kam, waren die Züge Dresden-Görlitz und Dresden-Zittau pünktlich unterwegs, so Länderbahn-Pressesprecher Jörg Puchmüller.

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