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Immer weniger Syrer leben in Görlitz

Obwohl Flüchtlinge wegziehen, wächst die Zahl der Ausländer. Das hat einen eindeutigen Grund.

Leben auf der Berliner Straße: Die Einwohnerzahl von Görlitz hat sich in den vergangenen zwölf Monaten nur minimal verändert.
Leben auf der Berliner Straße: Die Einwohnerzahl von Görlitz hat sich in den vergangenen zwölf Monaten nur minimal verändert. © André Schulze

Die Zahl der Syrer in Görlitz sinkt seit drei Jahren stetig. Das geht aus den Statistischen Monatszahlen der Stadtverwaltung hervor. Die Stadt hat jetzt die Zahlen für September veröffentlicht. Demnach lebten im vergangenen Monat noch 603 Syrer in Görlitz. Ein Jahr zuvor waren es 691, vor zwei Jahren 710 und vor drei Jahren 749. Die Ursache dürfte darin liegen, dass viele Flüchtlinge in größere Städte oder in die alten Bundesländer weiterziehen.

Dennoch steigt die Ausländerzahl in Görlitz stetig. Im September lebten in Görlitz 6.559 Ausländer, vor einem Jahr waren es 6.177, vor zwei Jahren 6.037 und vor drei Jahren 5.730. Die Entwicklung hat einen eindeutigen Grund: Die Zahl der hier lebenden Polen steigt immer weiter. Im September lebten in Görlitz 4.361 Polen. Sie machen somit zwei Drittel der hier gemeldeten Ausländer aus. Ein Jahr zuvor waren es 3.956 Polen, vor zwei Jahren 3.790 und vor drei Jahren 3.390. Das heißt, während die Zahl der Syrer binnen drei Jahren um 146 gesunken ist, ist die Zahl der Polen im gleichen Zeitraum um 971 gestiegen. Aus anderen Herkunftsländern leben verhältnismäßig wenige Menschen in Görlitz. Auf Platz 3 liegt Afghanistan mit 138 Menschen, danach folgen Russland (117), Rumänien und Tschechien (je 79), die Ukraine (76), Italien (66), Türkei (60) und schließlich der Irak (39) auf Platz 10.

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29 Einwohner mehr als im Vormonat

Insgesamt war der September für Görlitz erneut ein guter Monat: Die Einwohnerzahl ist im Vergleich zum Vormonat um 29 gestiegen und liegt nun bei 56.859. Damit ist der Abwärtstrend aus dem ersten Halbjahr vorläufig gestoppt. Insgesamt hat Görlitz in den vergangenen zwölf Monaten jetzt nur noch einen minimalen Rückgang um 19 Einwohner zu verzeichnen.

Unter den Stadtteilen gab es in den vergangenen zwölf Monaten mehrere Gewinner, darunter die Nikolaivorstadt (plus 64 Einwohner), Weinhübel (plus 53), Hagenwerder (plus 34), die Innenstadt (plus 21) und Klingewalde (plus 13). Hauptsächliche Verlierer sind Rauschwalde (minus 84), die Südstadt (minus 54), die Altstadt (minus 43) und Königshufen (minus 20). Alle anderen Stadt- und Ortsteile blieben konstant.

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