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Stöcker nicht überrascht von Villen-Entscheidung

Es sei "voraussehbar" gewesen, dass die Landesdirektion dem Abriss am Görlitzer Postplatz zustimmt, so der Kaufhaus-Investor gegenüber der SZ.

Winfried Stöcker im Kaufhaus Görlitz: Er will es sanieren und mit dem City-Center verbinden lassen. Zuvor soll das Parkhaus erweitert werden.
Winfried Stöcker im Kaufhaus Görlitz: Er will es sanieren und mit dem City-Center verbinden lassen. Zuvor soll das Parkhaus erweitert werden. © Pawel Sosnowski

Der Görlitzer Kaufhaus-Investor Winfried Stöcker ist nicht überrascht, dass er die Villen am Postplatz 5 und 6 tatsächlich abreißen lassen darf. Das teilte er auf eine Anfrage der SZ mit. "Das war genau voraussehbar", schreibt er unter anderem.

Die Landesdirektion Sachsen hatte dem Abriss unter Auflagen zugestimmt, vorausgegangen war ein Streit zwischen dem Rathaus Görlitz und dem Landesamt für Denkmalpflege. Das Rathaus wollte den Abriss, das Landesamt nicht, die Landesdirektion musste entscheiden und tat es zugunsten des Investors.

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Die "inszenierte Volksabstimmung war ohne jede Relevanz", so Winfried Stöcker weiter gegenüber der SZ. Damit ist wohl die Petition für den Erhalt der Villen im Internet gemeint. 1.446 Personen hatten sich daran beteiligt, 496 aus Görlitz. Die Petition richtete sich an die Rathausspitze und an die Görlitzer Stadträte.

Winfried Stöcker will nach dem Abriss das Parkhaus neben dem jetzigen City-Center erweitern, hatte dies zur Bedingung gemacht, damit er sein Engagement in Görlitz weiterführt, also vor allem die Sanierung des Kaufhauses.

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