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Tierpark lässt Besucher künftig kraxeln

Der Zoo plant einen Kletterpfad. Dabei hat er für Investitionen eigentlich kein Geld. Ein Angebot der Stadtwerke soll nun aber helfen.

Zoopädagogin Isa Plath macht's vor: So könnten Besucher künftig auf einem Kletterpfad kraxeln.
Zoopädagogin Isa Plath macht's vor: So könnten Besucher künftig auf einem Kletterpfad kraxeln. © Martin Schneider

Isa Plath testet schon mal. So oder so ähnlich könnte er aussehen, der neue Kletterpfad im Tierpark Görlitz. Oder zumindest ein Teil davon. "Der Pfad soll an der Buchenallee entstehen", erzählt die Zoopädagogin von ihrem Baumstamm herab. Die Buchenallee, das ist der gerade Weg im Zoo parallel zur Carl-von-Ossietzky-Straße.

Etwa 100 Meter lang soll der Kletterpfad werden und nur etwa einen halben Meter hoch. Die Idee gibt es schon seit Längerem im Zoo. "Wir wollen zeigen, wie sich unterschiedliche Tiere auf unterschiedlichem Untergrund fortbewegen - und das für unserer Besucher erlebbar machen", sagt Isa Plath.

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Kein Geld im Zoo für Investitionen

Vor allem Holz wird wohl beim Bau eine Rolle spielen. Noch ist das Ganze ein Vorhaben, Umsetzung wann und wie ungewiss. Nur so viel steht fest: Eine Baufirma entwickelt einen entsprechenden Plan, gratis, um den Bau kümmern sich die Tierparkmitarbeiter selbst. Um die 5.000 Euro soll das Ganze kosten.

Viel Geld in Zeiten, in denen der Zoo lange geschlossen blieb, über Geldmangel klagte und nun wieder erst seit ein paar Tagen für Besucher geöffnet ist. "An Investitionen ist in diesen Zeiten gar nicht zu denken", sagt dazu auch Tierparkdirektor Sven Hammer. Um die 500.000 Euro fehlen dem Zoo an Einnahmen. Zuschüsse gab es bisher einmal, 50.000 Euro im Frühjahr. Dennoch, der Tierpark will den Kletterpfad.

Möglich sollen das die Fans der Einrichtung machen, über Spenden. Am Montag geht eine neue entsprechende Plattform im Internet an den Start. Sie wird von den Stadtwerken Görlitz betrieben, mehr möchte man dort dazu aber derzeit noch nicht sagen. Die offizielle Präsentation folgt erst noch. Crowdfundig nennt sich das alles, eine inzwischen bewährte Methode, um Geld für alle möglichen Anlässe und Vorhaben zu sammeln.

Stadtwerke planen Spenden-Plattform

Im Tierpark bereitet man sich derweil erst einmal auf das kommende Wochenende vor. Denn es gilt für Besucher immer noch Click & Meet, sprich eine Voranmeldung zum Besuch muss in der Regel sein. "Seit der Eröffnung hatten wir im Schnitt 200 bis 300 Besucher pro Tag", sagt Sven Hammer. Er überlegt gerade, wie am besten die Besucher am Wochenende in geordnete Bahnen gelenkt werden können. Schlangenbildung vorm Eingang ist nicht ausgeschlossen. Deshalb muss es eine Art Pufferzone geben.

"Berechnet auf die Größe des Tierparks dürfen 1.200 Besucher gleichzeitig herein", erläutert Sven Hammer. Für den Sonnabend gebe es schon viele Voranmeldungen über das Internet. Am Eingang müssen Zettel ausgefüllt werden, zur "Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung". Der Tierpark hat dafür sogar Kugelschreiber geordert, zur Einmal-Benutzung.

Isa Plath hofft, dass der geplante Kletterpfad irgendwann die gesamte Länge der Buchenallee einnehmen wird. "Dann können die Besucher erleben, wie sich beispielsweise Pandas und Alpensteinböcke auf ihrem Weg fühlen", sagt sie.

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