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Neue Kita kostet fast zwei Millionen Euro

Markersdorf baut in Friedersdorf eine neue Krippe und saniert die Kita. Dafür müssen die Kinder ein Jahr umziehen - in einen Container.

Architekt Eckhard Helfrich brachte ein Modell der neuen Kita jetzt nach Markersdorf mit.
Architekt Eckhard Helfrich brachte ein Modell der neuen Kita jetzt nach Markersdorf mit. © Constanze Junghanß

Die Friedersdorfer Kita „Villa Kunterbunt“ schließt für ein ganzes Jahr. Und die Mädchen und Jungen sowie die Erzieherinnen bereiten sich auf ihren Umzug vor. Mehr als 50 Kinder besuchen die Einrichtung aktuell.

In Markersdorf nahe der Grundschule ist der Container bereits aufgebaut. Dort sind die Kinder dann ersatzweise untergebracht. In der Notbetreuung werden ab kommender Woche die Kinder aber erst einmal im Markersdorfer Kindergarten nebenan betreut. Grund für den anstehenden Umzug: Die Friedersdorfer Einrichtung bekommt eine neue Kinderkrippe. Eine umfangreiche Baumaßnahme, mit Abriss vom Altbestand und einem komplett neuen Anbau für die Jüngsten. Während der Bauzeit können die Kinder da nicht bleiben.

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Modell der Kita bleibt in Markersdorf

Die Maßnahme lässt sich Markersdorf viel Geld kosten. Bürgermeister Thomas Knack nennt eine Gesamtsumme von etwa 1,7 bis 1,8 Millionen Euro – inklusive der Containerlösung. Da sind Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro dabei. Im Gemeinderat Markersdorf stellte Architekt Eckhard Helfrich von „dd1 architekten“ aus Dresden das Projekt vor. Mitgebracht hatte er ein Modell der künftigen Kita. Das Modell bleibt in Markersdorf. Der Bürgermeister will es im Rathaus aufstellen, sodass die Eltern sich schon einmal ein Bild vom künftigen Neubau machen können.

Der wird eingeschossig, dank großer Fenster lichtdurchflutet, hat dann zwei Eingänge. Im Moment befinden sich an dieser Stelle noch die Parkplätze. Neue Parkmöglichkeiten sind eingeplant und auch die derzeit provisorischen Parkmöglichkeiten werden erhalten. Auf Nachfrage im Gemeinderat sagte der Bürgermeister, dass die Straße durchgängig frei bleibt.

Der flache Anbau kommt weg. Nächste Woche starten die Abrissarbeiten.
Der flache Anbau kommt weg. Nächste Woche starten die Abrissarbeiten. © Constanze Junghanß

Wie eine Art Fertighaus wird die Kinderkrippe in Holzbauweise errichtet. Wobei Eckhard Helfrich einräumte, dass die Holzpreisentwicklung eine „spannende Frage“ sei. Die könnte zum Problem werden: Die Holzpreise explodieren gerade und das Material wird knapp. Der Architekt hofft, dass sich die Preise wieder normalisieren. Als vor einem Jahr die Planung für eine moderne Kinderkrippe begann, seien die Holzsituation und die damit verbundenen aktuellen Schwierigkeiten noch nicht absehbar gewesen.

Nichtsdestotrotz müsse nun mit der Ausschreibung begonnen werden. Denn der Abriss des bisherigen Anbaus soll bereits in der kommenden Woche starten. Den hat der Gemeinderat jetzt an die einheimische Firma Köhler & Sohn zum Preis von rund 23.300 Euro vergeben. Als nächster Schritt stehen die Erdarbeiten an, das Legen der Grundleitungen und die Errichtung der Bodenplatte. Das Kindergartenhaus bleibt bestehen. Da wird es bauliche Veränderungen im unteren Bereich geben.

Über die Heizung wird im Juni entschieden

Über die Heizungsanlage berät der Technische Ausschuss im Juni. Überlegt wird, ob eine Pelletanlage, Erdwärme oder Luft-Wasser-Wärme-Austausch genutzt werden sollen. Auch Erdgas in Verbindung mit Photovoltaik könnte im Gespräch sein. Aktuell läuft der Heizbetrieb über eine alte Ölheizung. Das ist auch einer der Gründe, weshalb es zum Neubau kommt. „Der Altbau ist vom energetischen her nicht mehr tragbar“, erklärt Thomas Knack.

Im Juni nächsten Jahres soll die Kinderkrippe Friedersdorf fertig gebaut sein. Die zeitliche Vorgabe bezeichnete der Bürgermeister im Amtsblatt als „enorm sportlich.“ Da Fördermittel dranhängen, konnte das Bauprojekt zeitlich nicht verschoben werden.

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